„Früherkennung, die Leben retten kann – Etablierung der Opferschutzgruppe im UK Krems“

Krems – Die Opferschutzgruppe des Universitätsklinikums Krems widmet sich dem Schutz der Opfer von Gewalt, die unter anderem verschiedene Gesichter annehmen kann: Ob physische, oder psychische Gewalt, die Sensibilisierung darauf die Anzeichen richtig zu erkennen bzw. zu deuten, kann in den betreffenden Situationen Leben retten. Daher hat es sich die Opferschutzgruppe im UK Krems zur Aufgabe gemacht, den MitarbeiterInnen des Klinikums die unterschiedlichen Zeichen näher zu bringen und im richtigen Umgang mit Gewaltopfern zu schulen.

Gewalt gilt als eine der häufigsten Ursache von Verletzungen bei Frauen und wurde von der Weltgesundheitsorganisation „WHO“ als größte gesundheitliche Bedrohung für Frauen eingestuft. Gerade in der Pandemie, wo ein Lockdown dem nächsten folgt, steigen die Fallzahlen der häuslichen Gewalt stark an.

„Genau deswegen möchten wir aktiv und sichtbar sein“ erklärt Prim. Assoc. Prof. Dr. Herbert Böck, Leiter der „erneuerten“ Opferschutzgruppe des UK Krems zu Beginn der Auftaktpräsentation vor der Klinikleitung. Gemeinsam mit seinem Team nahm er die umfangreiche Vorarbeit der im Jahr 2019 gegründeten interprofessionellen Arbeitsgruppe zum Thema Opferschutz auf, um so den konkreten Maßnahmenbedarf zur Etablierung einer klaren Opferschutz-Strategie feststellen und aufarbeiten zu können.

Das neue interdisziplinäre und interprofessionelle Team setzt sich aus Pflegepersonen, ÄrztInnen, sowie MitarbeiterInnen des psychologischen Dienstes und der Sozialarbeit zusammen. Gemeinsam verfolgen Sie das Ziel, den Opferschutz im Universitätsklinikum Krems einen besonderen Stellenwert zu geben. Gewaltopfer und Schutzsuchende sehen ein Klinikum als zentrale Anlaufstelle an. Die Zeichen von Hilfesuchenden in diesen wichtigen Situationen richtig deuten zu können, liegt in der Hand der MitarbeiterInnen vor Ort, weshalb die korrekte Schulung unerlässlich ist.

Die zwei grundlegenden Eckpfeiler der Gruppe stellen daher die Sensibilisierung der einzelnen Berufsgruppen zur Früherkennung betroffener Personen von häuslicher Gewalt, sowie die Vermittlung von Wissen im Umgang mit Gewaltopfern, dar. Unterstützend werden hierfür Leitlinien erstellt, Informationsveranstaltungen und Fortbildungen organisiert und die Vernetzung mit einschlägigen Einrichtungen, wie zB Frauenhäusern, angestrebt.

BILDTEXT
Die Mitglieder der Opferschutzgruppe mit der Klinikleitung bei der Präsentation der Opferschutzstrategie

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