Gmünd: Ende November waren beim AMS Gmünd 1.177 Personen arbeitslos gemeldet.

„Zwar um 102 (oder 9,5 Prozent) mehr als im Vormonat aber um 208 (oder 15,0 Prozent) weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres“, so AMS-Geschäftsstellenleiter Gerhard Ableidinger. Die in diesem Indikator nicht enthaltene Zahl der Arbeitslosen in Schulungen des AMS ist im Vergleich zum Vorjahr um 31 (oder 13,1 Prozent) auf insgesamt 264 deutlich gesunken. Somit waren Ende November in Summe 1.441 Personen beim AMS Gmünd vorgemerkt (Ende November 2017: 1.680 Personen).

„Das AMS Gmünd nutzt die gute Konjunktur, um unsere KundInnen wieder schnell auf einen Arbeitsplatz zu vermitteln. So ist es auch gelungen, die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen deutlich zu reduzieren. So waren Ende November mit 100 um 13 oder 11,5 Prozent weniger Personen im Alter bis 25 Jahre vorgemerkt, als im November des Vorjahres“, berichtet Gerhard Ableidinger.

Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit haben Frauen (-15,6 Prozent) etwas mehr profitiert als die Männer (-14,5 Prozent).

Bei InländerInnen geht die Arbeitslosigkeit um 14,8 Prozent, bei Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft um 16,0 Prozent zurück.

„In absoluten Zahlen sank die Arbeitslosigkeit am stärksten in den Hilfs- (-39 oder -15,5 Prozent), Handels- (-36 oder -26,1 Prozent), Bau- (-30 oder 25,9 Prozent) sowie Büroberufen (-30 oder -23,6 Prozent) zu verzeichnen, berichtet der Geschäftsstellenleiter des AMS Gmünd, Gerhard Ableidinger. Von den insgesamt 1.177 Vorgemerkten haben 185, also knapp 16 Prozent, wieder eine konkrete Einstellungszusage für die kommenden Monate.

Die (geschätzte) Arbeitslosenquote sank im Bezirk gegenüber dem Vorjahr um 1,4%-Punkte auf 7,6 Prozent und liegt somit knapp über dem NÖ-Durchschnitt von 7,2 Prozent.

Im vergangenen Monat wurden im Bezirk Gmünd 319 Jobsuchende neu arbeitslos, um 18 oder 5,3 Prozent weniger als im November 2017. In 240 Fällen (+5 oder +2,1 Prozent) konnte die Vormerkung wiederum beendet werden. Davon konnten 80 Personen mit direkter oder indirekter Unterstützung des AMS wieder eine Beschäftigung aufnehmen, 44 sind in eine Schulung eingetreten und 116 sind aus anderen Gründen (Pension, Krankenstand, Meldeversäumnis, Auslandsaufenthalt, Wochenhilfe, etc.) aus der Vormerkung ausgeschieden.

Weiterhin sehr positive Entwicklung am Stellenmarkt: „Die positive Entwicklung am Stellenmarkt setzt sich weiter fort“, freut sich AMS-Chef Ableidinger. Mit Ende November waren 101 offene Stellen beim AMS Gmünd gemeldet. Gegenüber dem Vergleichszeitpunkt des Vorjahres bedeutet dies ein Plus von 29 Stellen (oder 40,3 Prozent). Im abgelaufenen Monat wurden 80 Stellen vom AMS Gmünd geworben und gleichzeitig 82 Stellen mit geeigneten Arbeitskräften besetzt.

Jobsuchende Frauen nutzen anhaltende Arbeitskräftenachfrage für solide Qualifizierung

Im Schnitt der ersten drei Quartale des Jahres 2018 haben 266 Jobsuchende die Aus- und Weiterbildungsangebote des AMS genutzt. Weit mehr als die Hälfte von ihnen waren Frauen.

„Um Frauen jetzt, aber auch in Zukunft, zumindest ebenbürtige Ein- und Aufstiegschancen wie Männern zu ermöglichen, legen wir auf solide und zukunftsweisende Aus- und Weiterbildung von Frauen ganz besonderen Wert“, erklärt der Geschäftsstellenleiter des Arbeitsmarktservice (AMS) Gmünd, Gerhard Ableidinger. „Daher haben wir uns zum Ziel gesetzt, dass mindestens 61% unserer Budgetmittel für die Förderung von arbeitsmarktpolitischen Angeboten für Mädchen und Frauen eingesetzt wird“, so der AMS-Chef weiter.

Mit diesem Vorhaben liegt das AMS Gmünd derzeit auf Zielkurs. Obwohl – allein saisonbedingt traditionell – mehr Männer als Frauen beim AMS Gmünd arbeitslos vorgemerkt sind, ist der Anteil der Frauen bei Schulungen, die vom AMS finanziert werden höher: In den ersten drei Quartalen 2018 waren 42,6 Prozent aller arbeitslosen Personen in Gmünd Frauen (574). Bei den SchulungsteilnehmerInnen lag ihr Anteil mit 57,5 Prozent (oder 153 Frauen von in Summe 266) deutlich höher.

Frauen und Mädchen nehmen die Qualifizierungsangebote des AMS gerne in Anspruch. Das Arbeitsmarktservice legt dabei auf Aus- und Weiterbildung im Bereich Handwerk und Technik einen besonderen Schwerpunkt. „Mit diesem Fokus schaffen wir Gewinnerinnen auf zwei Seiten. Wir ermöglichen Frauen eine zukunftsträchtige Ausbildung in Berufen mit traditionell hohem Männeranteil und damit ein berufliches Sprungbrett in Branchen mit durchwegs attraktiver Entlohnung und guten Ein- und Aufstiegschancen. Und wir bilden damit auch jene Fachkräfte aus, die die niederösterreichische Wirtschaft dringend braucht“, erklärt Gerhard Ableidinger.

Von Jänner bis Ende September dieses Jahres waren beim AMS Gmünd im Durchschnitt 128 freie Stellen zur Besetzung gemeldet. Das sind um 54,6 Prozent (oder +45) mehr freie Stellen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Informationen: Gerhard Ableidinger, Geschäftsstellenleiter, AMS Gmünd, Bahnhofstraße 33,3950 Gmünd, www.ams.at/noe