Gmünd: Die Konjunktur gewinnt in Österreich weiter an Schwung. Die Stimmung der Unternehmen ist in einigen Branchen so gut wie schon lange nicht mehr. Sowohl Sachgüterproduktion als auch Bauwirtschaft und Dienstleistungsunternehmen melden derzeit eine überaus rege Geschäftstätigkeit und sind auch für die Zukunft optimistisch. Österreich gehört somit zu den Euro-Ländern mit dem stärksten Wirtschaftswachstum.

„Diese günstige Gesamtsituation führt auch Ende August zu erfreulichen Arbeitsmarktdaten und verstärkt somit den positiven Trend am Arbeitsmarkt im Bezirk Gmünd“, berichtet der Geschäftsstellenleiter des AMS Gmünd, Gerhard Ableidinger.

Ende August waren beim AMS Gmünd 1.237 Personen arbeitslos gemeldet, um 86 (oder 6,5 Prozent) weniger als im Vormonat, und um 219 (oder 15 Prozent) weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Die in diesem Indikator nicht enthaltene Zahl der Arbeitslosen in Schulungen des AMS ist im Vergleich zum Vorjahr um 91 (oder 50 Prozent) auf insgesamt 273 deutlich gestiegen. Somit waren Ende August in Summe 1.510 Personen beim AMS Gmünd vorgemerkt (Ende August 2016: 1.638 Personen). Erfreulich ist wiederum, dass die Jugendarbeitslosigkeit um 25,3 Prozent deutlich gesenkt werden konnte. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit ist sowohl bei den Frauen mit -19,6 Prozent deutlicher ausgefallen als bei den Männern (-10,2 Prozent).

In absoluten Zahlen sank die Arbeitslosigkeit am stärksten in den Hilfs- (-49 oder -17,6 Prozent), Fremdenverkehrs- (-36 oder -24,2 Prozent), Handels- (-25 oder -15,2 Prozent) sowie Bauberufen (-23 oder -23,7 Prozent). Ein erwähnenswerter Anstieg war in den Lehr- und Kultur- (+5 oder 12,5 Prozent) sowie Gesundheitsberufen (+5 oder +8,6 Prozent) zu verzeichnen. Die geschätzte Arbeitslosenquote liegt in Gmünd mit 7,8 Prozent (-1,4 PP) erfreulicherweise unter dem Landesschnitt von 8,0 Prozent.

Im vergangenen Monat wurden im Bezirk Gmünd 188 Jobsuchende neu arbeitslos, um 9 oder 4,6 Prozent weniger als im August 2016. In 302 Fällen (+9 oder +3,1 Prozent) konnte die Vormerkung wiederum beendet werden. Davon konnten 105 Personen mit direkter oder indirekter Unterstützung des AMS wieder eine Beschäftigung aufnehmen, 81 sind in eine Schulung eingetreten und 116 sind aus anderen Gründen (Pension, Krankenstand, Meldeversäumnis, Auslandsaufenthalt, Wochenhilfe, etc.) aus der Vormerkung ausgeschieden.

* Weiterhin positive Entwicklung am Stellenmarkt:
Die positive Entwicklung am Stellenmarkt setzt sich weiter fort. Mit Ende August waren 110 offene Stellen beim AMS Gmünd gemeldet. Gegenüber dem Vergleichszeitpunkt des Vorjahres bedeutet dies ein Plus von 27 Stellen (oder 32,5 Prozent). Im abgelaufenen Monat wurden 73 Stellen vom AMS Gmünd geworben und gleichzeitig 69 Stellen mit geeigneten Arbeitskräften besetzt.

* Frauen – Hochwertige Qualifizierung und Hilfe beim Wiedereinstieg nach der Babypause:
Mit Blickrichtung Wiedereinstieg nach der Babypause verweist das AMS NÖ auf interessante Angebote für Frauen, die das ganze Jahr hindurch in Anspruch genommen werden können. In Zeiten hohen Konkurrenzdrucks am Arbeitsmarkt laufen vor allem Frauen, die familiär bedingt eine Erwerbspause einlegen mussten, oder nur eine geringe Ausbildung vorweisen können, Gefahr, langzeitarbeitslos zu werden.

Das AMS NÖ steuert hier mit hochwertigen und maßgeschneiderten Qualifizierungs- und Unterstützungsangeboten gegen. Unter anderem mit dem Programm „Handwerk und Technik“ (FiT), Facharbeiterinnen-Intensivausbildungen im Ausbildungszentrum Sigmundsherberg bzw. im Technikcenter in St. Pölten sowie mit einem regional abrufbaren umfangreichen Schulungsangebot. Für Frauen mit verschiedensten Problemstellungen wurde in Niederösterreich in den Frauenberufszentren ein fast flächendeckendes Netz mit maßgeschneiderten Angeboten eingerichtet.

Informationen:
Gerhard Ableidinger
Geschäftsstellenleiter
AMS Gmünd
3950 Gmünd
www.ams.at/noe