In der ehemaligen. Eisenberger-Fabrik in Gmünd am Samstag dem 26. Mai 2018 um 16:00 Uhr

Gmünd: Traudel Pichler geboren am 13. Oktober 1941 in Mülheim an der Ruhr, gestorben am 1. Juli 2002 in Wien, studierte von 1960 bis 1961 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe und von 1961 bis1965 an der Akademie der Bildenden Künste Wien. 1969 erhielt sie einen Lehrauftrag, 1972 eine Assistentenstelle und ab 1992 war sie Professorin an der Akademie der Bildenden Künste Wien.

Sie lebte lange allein in einem ehemaligen Pfarrhof in Ziersdorf/ Niederösterreich – mit einem tibetischen Hund namens Shiva, mit Goldfischen in einem kleinen Teich, drei bis fünf Katzen, einigen Hühnern. Befreundet mit dem späteren Rektor der Akademie der Bildenden Künste, Max Melcher, ging sie beruflich den Weg des geringsten Widerstandes. Sie verzichtete auf Publikum und Applaus, solange sie autark in einer selbst gewählten und selbst gestalteten Atmophäre ihres Refugiums das tun konnte, was ihr wichtig war.

Traudel Pichler

Traudel Pichler philosophiert mit der Farbe, Ihre Bilder erscheinen wie eine durch Farbe gebaute Gedankenwelt. Figurative Themen werden eingefügt in eine Farbordnung, die das Figurale nur mehr als Grundthema für Farben und philosophische Entwicklungen und Paraphrasen anerkennt.

Die Bildordnung wird durch die Distanzwerte der Farbe hergestellt und erscheint als rhythmisiertes Flächenrelief. Die Architektur des Farbgefüges wird immer exakter, klarer, gebauter, strenger.

Logische Disziplin der Komposition und malerische Leidenschaft halten sich dennoch im Gleichgewicht. Alles graphisch Markierte ist zurückgenommen, die Farbe allein prägt das Bild. Die Farbe ist nicht Träger, nicht gesetzt für etwas, sondern Gestalt an sich. Die ewige Metapher von »Musik der Farbe« ist bei Traudel Pichler im hohen Maß verwirklicht.

Kunstsommer in der Eisenberger-Fabrik, Ziele: Kulturelle Belebung und Hebung des Kulturempfindens der Region Nördliches Waldviertel. Förderung des Tourismus und damit zusammenhängend eine Verbesserung der Wirtschaftslage und Lebenssituation der Region.

Begegnung und Erfahrungsaustausch mit anerkannten Künstlern und Autoren aus dem In- und Ausland. Neue persönliche und kulturelle Kontakte, Impulse und Erlebnisse von innovativem und bleibendem Wert für die Teilnehmer aus dem In- und Ausland sowie für die Bevölkerung, Besucher und Touristen der Region. Kulturelle Belebung im besonderen in der Eisenberger Fabrik – der Ausstellungen an Sonn- und Feiertagen soll das Besuchererlebnis dieser Kulturstätte auch zu einer Begegnungsstätte werden lassen – zu einem Ort mit Kultur und Literatur in ganz besonderer Atmosphäre für Menschen und Künstler, die ihn mit Leben füllen.

Ort: Ehem. Eisenberger-Fabrik, Litschauerstraße 23, 2. Stock, 3950 Gmünd,

Kunstsommer in der Eisenberger-Fabrik, 26. Mai bis 30. September 2018, Ausstellungen, Lesungen/Theater und Konzerte Samstag, 26. Mai bis Sonntag, 17. Juni 2018 : Traudel Pichler »Mit der Farbe philosophieren« Samstag, 26. Mai, 16 Uhr: Eröffnung der Ausstellung durch Dr. Alexandra Schantl

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