Bezirk Gmünd: Im Gebiet der Diözese Sankt Pölten beteiligten sich 73 Kirchen mit vielfältigsten Rahmenprogrammen an der „Langen Nacht der Kirchen 2019“.

Eine Segnung für Kinderfahrzeuge, Luftballonsteigen „in Hümme aufe“, Hintergründe über den Schwarzenauer Eisenbahnunfall sowie kulinarische Köstlichkeiten zählten zu den Programmhöhepunkten im Bezirk Gmünd.

Insgesamt mehrere hundert Menschen, unter ihnen auch viele Kinder, nahmen an dem vielfältigen Programm der Langen Nacht der Kirchen in Eisgarn, Heidenreichstein, Kirchberg am Walde und Langegg teil.

So viele wie schon lange nicht mehr in Heidenreichstein
So viele Besucher wie schon lang nicht mehr waren am 24. Mai in der kleinen evangelischen Kirche in Heidenreichstein.

Anlass war die Lange Nacht der Kirchen die alljährlich im Wechsel mit der dortigen katholischen Pfarrkirche stattfindet. „Wir machen das zusammen“ meinte die katholische Eva Kaburek und der evangelische Klaus Schedler pflichtet ihr bei, denn „in Glaubensdingen müssen wir zusammenhelfen, weil wir ja auch ein gemeinsames Ziel haben.“

Diesmal gab‘s eine szenische Lesung, bei der es um die Hintergründe des Eisenbahnunfalls in Schwarzenau vor etwa 150 Jahren ging. Keine „leichte Kost“, so der heimische Autor Schedler, aber die schauspielerische Leistung der facheinschlägig bekannten „Lokalgrößen“ wie Manfred Wurz und Otto Bauer half über alle Hürden.

Vor allem aber der absolut hörenswerte Sologesang von Eva Kaburek machte die Aufführung für alle zu einem gelungenen Ereignis und sorgte dafür, dass sich alles zwar nicht „in Wohlgefallen auflöste“, aber dafür mit einer zuversichtlichen Perspektive endete Das Publikum dankte allen Mitwirkenden mit langem und anhaltenden Applaus.

Kirchenwanderung in Kirchberg am Walde: Eine Kirchenwanderung von der Schlosskirche zur Spitalkirche und weiter in die Pfarrkirche wurde in Kirchberg am Walde organisiert. Umrahmt wurde die Wanderung von Erzählungen über die Kirchen mit musikalischer Begleitung.

Langegger Kirche erleben mit allen Sinnen: Hoch auf dem Kirchturm, ganz nah bei den Glocken konnte man dem Himmel ein Stück näher sein, aber auch unten im Kirchenraum gab es die Möglichkeit mit verbundenen Augen an einem Seil tastend die Kirche neu zu entdecken.

Die Jugend verwöhnte mit saisonalen und lokalen Köstlichkeiten, sodass der Geschmackssinn angesprochen wurde.
Orgelmusik geleitete die Besucher zum feierlichen Abschluss, einer Anbetung des Allerheiligsten bei Kerzenlicht, Weihrauchduft und einer berührenden Begegnung mit Jesus.

Besucherrekord: 32.000 Besucher in 73 Kirchen: Auch aufgrund des schönen Wetters sowie der hohen Zahl an teilnehmenden Kirchen verzeichnete die Diözese Sankt Pölten bei der diesjährigen „Langen Nacht der Kirchen“ einen Besucherrekord. Insgesamt wurden 32.000 Besucher in den 73 teilnehmenden Kirchen gezählt.
Bundesweit bot die 15. Auflage der „Langen Nacht der Kirchen“ in 800 Kirchen, Klöstern und Pfarrzentren mehrere tausend Programmpunkte. Getreu dem diesjährigen Leitspruch „Dann singt ihr Lieder wie in der Nacht in der man sich heiligt für das Fest“ lag der Schwerpunkt vielerorts auf Kirchenmusik.

Informationen-Fotos: Jakob Herburger, BA, Referent für Pressearbeit, Referat für Kommunikation, Klostergasse 15, 3100 Sankt Pölten, Fotos auch: Michael Scholz