St. Martin: Am 16.01.2017 um 11:55 Uhr wurde die PI Bad Großpertholz von der BLS Gmünd über einen Feuerwehr- bzw. Rettungseinatz wegen eines Gasaustrittes in 3971 St. Martin Nr. 49 verständigt.

Die durchgeführten Erhebungen ergaben, dass ein 62-jr. Pensionist gegen 11:30 Uhr über starke Kopfschmerzen und Übelkeit klagte. Dies teilte die zu dieser Zeit vor Ort befindliche Hauskrankenpflegerin einem Anrufer telefonisch mit. Die Pflegerin versorgte gerade die 88-jährige Mutter des Pensionisten.

Daraufhin begaben sich die Schwester der Pensionistin mit ihrem Mann zum Wohnhaus und alarmierten auch die Gemeindeärztin bzw. die Rettung.

Die Pensionistin, welche mittlerweile bewusstlos war, und Johann S. wurden von den Rettungskräften ins Freie gebracht. Die Pflegehelferin konnte noch selbst nach draußen gelangen. Alle drei wurden wegen Verdacht auf Kohlenmonoxidvergiftung in das Krankenhaus Gmünd gebracht.

Es konnte weiters erhoben werden, dass der Pensionist am Vorabend den Ölofen der Zentralheizung (Kombiheizung aus Holzvergaser und Öl) In Betrieb genommen hatte. Da der Kamin jedoch über die Höhe des Rauchrohres des Ölofens mit Russrückständen gefüllt war (Feststellung durch den anwesenden Rauchfangkehrer) kam es zu keinem ordnungsgemäßen Abzug der Rauchgasse und diese wurden in den Keller gedrückt bzw. verbreitete sich das Kohlenmonoxid in weiterer Folge im gesamten Wohnhaus.

Eingesetzte Kräfte: Rotes Kreuz 3 RTW, 1 NAW und 10 Mann, FF St. Martin: 2 Fzg., 15 Mann

Abschlussbericht ergeht wegen Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung an StA Krems/Donau

Informationen:
Manfred Huber, BezInsp
Bezirkspolizeikommando Gmünd