CEZ hat Bauantrag für zwei weitere Reaktorblöcke an der österreichischen Grenze gestellt

„Schon im Jahr 2018 haben mehr als 80.000 Österreicher*innen gegen den Bau neuer Reaktoren in Dukovany unterschrieben. Nun hat der halbstaatliche Konzern CEZ für zwei neue Atomreaktoren knapp hinter der österreichischen Grenze um Baugenehmigung angesucht. Das ist grob fahrlässig. Österreich wird die Stimmen gegen dieses Gefahrensprojekt ernst nehmen“, sagt der Anti-Atom-Sprecher der Grünen, Martin Litschauer, und spricht sich entschieden gegen dieses Projekt aus.

Nach wie vor ist die Endlagerung des Atommülls in Tschechien ungelöst und sorgt auch in den Grenzregionen von Niederösterreich und Oberösterreich für heftige Diskussionen, weil auch grenznahe Standorte im Gespräch sind. Trotzdem will die Tschechische Regierung die Menge des Atommülls durch neue Standorte weiter erhöhen. Hier fehlt es an einer nachhaltigen Strategie. Auch die Alternativen mit Erneuerbarer Energie, so wie das der Green Deal der EU vorgeschlagen hat, wurden viel zu wenig berücksichtigt. „Wir werden unsere Hausaufgaben machen und den Ökostromausbau in Europa ernst nehmen. Neue Atomreaktoren sind nicht notwendig“, hält Litschauer fest.

„Angesichts des Klimawandels können wir aber auch nicht weiter zusehen, wie das Wasser unserer Flüsse in den Kühltürmen weiter verdampft wird. Wir werden diese Wassermengen in Zukunft ganz dringend brauchen, um unsere Landwirtschaft nicht zu gefährden. Ich werde den Schulterschluss zwischen allen Fraktionen, zwischen Bund und Ländern aber auch mit unseren Nachbarländern in der EU suchen, damit wir dieses Projekt verhindern können“, erläutert der Grüne Anti-Atom-Sprecher.

Informationen-Foto: Martin Litschauer, Abgeordneter zum Nationalrat, Anti-Atom-Sprecher, Tel.: 0676-5032334, https://noe.gruene.at/