Schrems: In der Gemeinderatssitzung der Stadtgemeinde Schrems am 30. August 2017 wurden neue Weichen für das UnterWasserReich Schrems gestellt.

Der Jahresabschluss für das Betriebsjahr 2016 und die Gewährung einer Subvention zur Deckung des Betriebsabganges standen zur Beschlussfassung. Erfreulicherweise konnten 2016 aufgrund der auf 29.407 gestiegenen Besucheranzahl die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr wieder erheblich verbessert werden, sie stiegen von € 226.327,– auf € 268.991,– und konnte somit auch das beste Bilanzergebnis seit Jahren erzielt werden.

Leider musste in diesem Budget auch ein Schadensfall mit einer Summe von € 55.714,– mit aufgenommen werden. Um den Mitgliedern des Gemeinderates Details zu diesem Schadensfall zu berichten, sollte dieser Tagesordnungspunkt zunächst im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung behandelt werden. Um jedoch der Öffentlichkeit die Fakten nicht vorzuenthalten, stellte Bürgermeister Karl Harrer in der Sitzung den Antrag, diesen Tagesordnungspunkt doch in der öffentlichen Sitzung zu behandeln, jedoch ausdrücklich mit Vorgabe an die Mitglieder des Gemeinderates, dass in der Diskussion zu diesem Tagesordnungspunkt keine Namensnennungen oder Verdächtigungen gegenüber bestimmten Personen ausgesprochen werden dürfen.

Der für das UnterWasserReich politisch verantwortliche Stadtrat Michael Preissl erläuterte, dass Ende 2015 Malversationen ersichtlich geworden und von der Geschäftsführung zur Anzeige gebracht worden sind. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft mussten jedoch im Februar 2017 ergebnislos eingestellt werden. Die Geschäftsführung teilte die Einstellung des Verfahrens der Stadtgemeinde Schrems am 26. Juli 2017 mit.

Der Arbeitsauftrag für die gerade laufenden Betriebsprüfung des UnterWasserReichs wurde daher dahingehend ergänzt, das Interne Kontrollsystem des Unternehmens zu durchleuchten und gegebenenfalls zu adaptieren sowie im Rahmen des Controllings ein periodisches Reporting mit aussagekräftigen Kennzahlen an die Stadtgemeinde Schrems zu entwickeln und einzurichten.

Im Zuge der Arbeitsgespräche im Betriebsprüfungsverfahren wurde ersichtlich, dass es zwischen der Geschäftsführerin des Unterwasserreichs und der Stadtgemeinde Schrems nicht überbrückbare Auffassungsunterschiede im Zugang zu den erforderlichen Veränderungen im Betrieb gab und eine weitere konstruktive Zusammenarbeit nicht möglich erschien.

Der Gemeinderat bestellte daher in selber Sitzung eine neue Geschäftsführung: Christiane Mader und Barbara Dolak wurden einstimmig als neue Geschäftsführerinnen bestellt und vertreten künftig gemeinsam das UnterwasserReich. Beide arbeiteten schon bisher in führender Position im Betrieb und zeichneten sich schon in den letzten Jahren durch Ihr überdurchschnittliches Engagement für die Belange des Betriebes und ihr fachliches Know How aus.

Bürgermeister Harrer dazu: „Ich freue mich, dass mit der neuen Geschäftsführung in der Person von Barbara Dolak und Christiane Mader zwei engagierte Frauen künftig die Geschicke des UnterWasserReichs lenken werden, die beide auch aus der Region stammen. Es ist in der Mentalität von uns Waldviertlern, härter zu arbeiten und Ziele hartnäckiger zu verfolgen wie vielleicht Menschen in anderen oder städtischen Regionen, da uns noch nie etwas in den Schoß gefallen ist. Auch die Erfolge unseres Schremser Unterwasserreichs als touristisches Ausflugsziel mit Umweltbildungsauftrag sind hart erarbeitet und vieles davon ist schon den beiden neuen Geschäftsführerinnen zu verdanken!“ und er ergänzt: “Mit Bedauern habe ich den Rückzug von Stadtrat Preissl als politisch Verantwortlicher für das Unterwasserreich zur Kenntnis genommen, respektiere jedoch seine Entscheidung, zeugt sie doch von hoher politischer Integrität, dass er für die von ihm in keinster Weise zu verantwortenden Malversationen die politischen Verantwortung übernimmt. Man kann einfach nie ganz ausschließen, dass Personen mit krimineller Energie sich an einem Unt