Gmünd: Im Rahmen einer gemischten Streife (Beamte der PI Gmünd und ein tschechischer Beamter) wurde am 20.02.2018 gegen 15 Uhr auf der B41 in Gmünd ein 33-jähriger tschechischer Staatsbürger mit einem in Tschechien zugelassenen Sattelzug welcher Langholz geladen hatte aufgrund der offensichtlichen Überladung angehalten.

Bei der anschließenden Kontrolle wurde eine Überladung um knapp 4000 kg festgestellt. Bei der Auswertung des digitalen Kontrollgerätes wurde festgestellt, dass der Lenker beinahe täglich die Fahrerkarte weiterer Personen missbräuchlich verwendet.

Die missbräuchliche Verwendung erfolgte aus dem Grund, um die für ihn geltenden Lenk- und Ruhezeiten im Sinne der ED-VO wissentlich auszuhebeln und zu umgehen, um sich dadurch längere Lenkzeiten zu verschaffen.

Insgesamt wurde im Kontrollzeitraum der letzten 28 Tage 18 mal die Fahrerkarte einer weiteren, nicht im Fahrzeug befindlichen Person missbräuchlich verwendet.

Der Lenker rechtfertigte die Übertretungen mit der optimalen Planung seines Chefs, wodurch es zu keinerlei Wartezeiten kommt.

Der Lenker wurde wegen Fälschung von Beweismitteln (§ 293 StGB) der Staatsanwaltschaft Krems an der Donau angezeigt. Außerdem wurde er wegen zahlreicher Übertretungen der ED-VO nach Einhebung einer vorläufigen Sicherheit in der Höhe von 2.080 Euro der BH Gmünd angezeigt.

Informationen:
Alois Strondl, CI
BPK Gmünd