Bezirk Gmünd: Am 25.02.2019 wurde eine 50-Jährige aus dem Bezirk Gmünd von einem bislang unbekannten Täter telefonisch über ihren Festnetzanschluss kontaktiert.

Der Mann sprach Englisch und gab sich als Microsoft Mitarbeiter aus. Er bot ein kostenloses Sicherheitsservice an, da sich angeblich Schadsoftware auf dem Laptop der Frau befinden würde.

Der unbekannte Täter überredete die Dame ihm Zugriff auf ihren Computer mittels der Quicksupport-Version des Programms TeamViewer zu ermöglichen. Dieses Programm ist als kostenlose Version im Internet verfügbar und muss nicht einmal auf dem PC installiert werden. Es ist eine sogenannte Fernwartungs-Software und dient der Hilfe bei PC-Problemen. Dabei kann einem Servicetechniker der komplette Zugang zum eigenen Computer ermöglicht werden.

Das darauf folgende „Service“ lief den ganzen Tag und wurde am Morgen 26.02.2019 weiter fortgesetzt. Über Aufforderung des unbekannten Täters ließ das Opfer Laptop und Handy eingeschaltet zu Hause zurück und fuhr zur Arbeit.

An der Arbeitsstätte machte eine Arbeitskollegin das Opfer darauf aufmerksam, dass es sich bei dieser Geschichte um Betrug handeln könnte.

Bei sofortiger Überprüfung ihres Bank-Kontos stellte die Dame fest, dass bereits 22 Überweisungen erfolgt waren und mehrere tausend Euro fehlten.

Das Bezirkspolizeikommando Gmünd warnt aufgrund dieses Vorfalles noch einmal entschieden vor dieser Art des organisierten Betruges. Gespräche mit angeblichen „Microsoft Mitarbeitern“ am besten sofort beenden. Keinesfalls auf die Forderungen eingehen, denn die getätigten Überweisungen können in vielen Fällen nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Informationen: Obstlt Wilfried Brocks, BA, Bezirkspolizeikommando Gmünd