Foto © Stephan Schmatz

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An der Grenze zwischen Wald- und Weinviertel befindet sich die Stadt Geras (Bezirk Horn), mit etwas mehr als 1.300 Einwohner*innen eine der kleinsten Städte Österreichs, aber weithin für das Stift bekannt. Das Prämonstratenserstift war es auch, das vor genau 50 Jahren, im Sommer 1968, einem Verein ein Waldgelände für einen Naturpark zur Verfügung gestellt hat.

Foto © Stephan Schmatz

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Auch heute wird der Naturpark noch von einem Verein getragen. Gleich vorweg: Wer von einem Naturpark erwartet, dass einem unzählige Tierarten wie auf dem Silbertablett präsentiert werden, sollte jenen in Geras meiden. Der Naturpark ist sehr weitläufig, zwischen einzelnen Gehegen sind oft hunderte Meter Wald- oder Feldweg zurückzulegen. Auch die Gehege selbst sind sehr weitläufig, die Tiere können hier sehr naturnah leben und dazu gehören eben auch Rückzugsgebiete, in die sie bei für sie unangenehmen Temperaturen – oder aber zum Beispiel auch, wenn sie genug vom Lärm der Besucher*innen haben, flüchten können.

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Wer also bei einem Gehege angelangt ist, hat noch lange keine Garantie darauf, auch ein Tier zu Gesicht zu bekommen. Aber mit der richtigen Einstellung macht gerade das den Reiz dieses sehr tierfreundlich gestalteten Naturparks aus. Wird man auch tatsächlich Tiere sehen? Entdeckt man die Tiere vielleicht nur mit dem Fernglas? Wie verhält man sich, damit man die Tiere nicht verschreckt? Gerade für Kinder kann das sehr spannend und lehrreich sein.

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Entlang der langen Wege befinden sich natürlich auch viele Rastplätze oder kleinere Attraktionen, wie dieses Waldxylophon.

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Ebenso gibt es viele Schautafeln, wie diese Schautafel auf dem Fledermauslehrpfad.

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In der Hubertushütte kann man seinen Geruchssinn schulen.

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Kurz vor dem Ausgang gibt es dann noch einen Streichelzoo – und da kann man dann garantiert Tiere sehen, aber natürlich auch füttern und streicheln.

Je nachdem, wie viel man sehen möchte und wieviel Zeit man für das geduldige Warten auf die Tiere verwenden möchte, sollte man schon mindestens 2-3 Stunden für einen Besuch des Naturparks einplanen, man kann aber auch locker einen ganzen Tag hier verbringen. Für eine Wanderung durch den Naturpark bekommt man übrigens auch einen Stempel zur Erlangung der Naturparke-Wandernadel (den Wanderpass kann man naturparke-noe.at kostenlos bestellen, die bronzene Wandernadel gibt es bereits für 5 absolvierte Naturpark-Wanderungen).

Mit einem Eintrittspreis von nur 4 Euro für Erwachsene ohne Ermäßigung (Stand Oktober 2018) zählt der Naturpark Geras übrigens zu den günstigsten Attraktionen Niederösterreichs.

Weitere Informationen und Öffnungszeiten finden Sie unter www.naturparkgeras.at!

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Noch ein Tipp: Wenn Sie schon in Geras sind, besuchen Sie doch auch das Prämonstratenserstift Geras. NaturliebhaberInnen werden hier vor allem am Kräutergarten (Eintritt frei!) eine große Freude haben!

Weitere Ausflugs- und Wandertipps finden Sie im Weblog unseres Autors Stephan Schmatz – www.schmatz.blog!