Langenlois: Brantner errichtet Österreichs jüngstes und modernstes Kompost- und Erdenwerk in Langenlois

Walter Brantner jun. und Bernd Brantner luden gemeinsam mit LH Stv. Dr. Stephan Pernkopf, Ex-Finanzminister Hans Jörg Schelling und dem Kremser Vizebürgermeister Erwin Krammer sowie Vertretern der Abfallverbände der Umgebung zum Startschuss für das Bauprojekt „Erdenreich“. Mit modernsten Technologien und Verfahrenstechniken wird das jüngste Kompost- und Erdenwerk Österreichs und zugleich die größte eingehauste Anlage dieser Art in Niederösterreich entstehen. Auf 33.000m2 werden dort ab Mitte 2020 bis zu 35.000 Tonnen an biogenen Abfällen zu Kompost und Erdenmischungen verarbeitet. Das „Kompost- und Erdenwerk der Zukunft“ wird zurecht ein Vorzeigebetrieb der Kreislaufwirtschaft und soll in den nächsten Jahren wegweisend für die heimische Abfall- und Ressourcenwirtschaft sein.

Bereits als das Projekt im November 2018 entwickelt wurde, war klar, dass die Kompostierung in Niederösterreich künftig vor großen Herausforderungen stehen wird. Stetig wachsende Abfallströme bringen die bestehenden Anlagen an ihre Kapazitätsgrenzen, neue und dringend benötigte Wohnsiedlungen rücken immer näher an alteingesessene Anlagen, und leider hat auch das Trennbewusstsein der Verbraucher noch viel Luft nach oben. Aktuell misst man bis zu 20% Störstoffe, zum größten Teil Plastiksackerl, die nicht verrotten. Mit seinem neuen Projekt „Erdenreich“ stellt sich das traditionsreiche Familienunternehmen Brantner diesen Herausforderungen und errichtet am Standort Langenlois die modernste und größte eingehauste Kompostieranlage Niederösterreichs.

Brantner steht nicht nur für 600 Greenjobs in Niederösterreich. Das Unternehmen ist ein wichtiger Teil der Energiewende. Wir müssen zurück in regionale Kreisläufe. Das ist essentiell für die Erreichung von Klimazielen. Das Projekt „Erdenreich“ macht´s vor! LH Stv. Dr. Stephan Pernkopf

Groß und modern: höchste Standards, innovative Prozessabläufe
Bei ihrer Fertigstellung im Jahr 2020 wird die 33.000m2 große Anlage pro Jahr bis zu 35.000 Tonnen an biogenen Abfällen zu hochwertigen Biokomposten verarbeiten und diese gemeinsam mit 10.000 Tonnen weiterer Komponenten (Holzasche, Erdaushub, Sand etc.) zu qualitativen Erden abmischen. Ein eigens dafür großzügig angelegter Zugangsbereich für Endverbraucher wird die Abholung der Produkte vereinfachen. Neu ist zudem, dass Erdenmischungen dort künftig noch gezielter auf die Bedürfnisse der Konsumenten abgestimmt werden können. Für das Unternehmen bedeutet dieser große Schritt in Richtung Zukunft eine Investition von sieben Millionen Euro: „Das Brantner ´Erdenreich‘ wird damit die modernste Kompostanlage in ganz Österreich“, erklärt Projektleiter Roland Schönbichler.
Die mit neuester Technik ausgestattete Prozesssteuerung der Anlage zur Optimierung von Temperatur, Belüftung und Feuchtigkeitsregulation gewährleistet zu jeder Zeit, dass stets höchste Qualitätsstandards eingehalten werden können. „Aber nicht nur der Kompostierprozess selbst wird auf das nächste Level gehoben, auch Störstoffe wie Kunststoff, Dosen u.v.m. können in nie dagewesener Güte aussortiert und entfernt werden, sodass stets die beste und reinste Kompostqualität gewährleistet bleibt“, freut sich Bernd Brantner auf die Inbetriebnahme 2020.

Einhausung
Mit der Einhausung der Materialien bei der Intensivrotte innerhalb der ersten vier Wochen, lassen sich diese Qualitätsansprüche das ganze Jahr über erreichen. Ein weiterer Vorteil dieser neuen Entwicklung: natürliche Gerüche der Kompostierung können so weitestgehend vermieden werden, denn diese treten fast ausschließlich innerhalb dieser Intensivrottephase (bei bis zu 80° C) auf. Die Anlage in Langenlois/Gneixendorf wird damit zugleich das größte eingehauste Werk dieser Art in Niederösterreich sein.
„Für uns ist das „Brantner Kompost- und Erdenwerk der Zukunft“ auch ein starkes Statement an die Industrie: Mit den richtigen Investitionen in die Zukunft der Abfall- und Ressourcenwirtschaft gelingt es Brantner bei der Kompostierung, aus biogenen Abfällen neue Ressourcen zu gewinnen und damit den Stoffkreislauf ökologisch sinnvoll zu schließen. Für uns ist Kreislaufwirtschaft nicht nur ein Wort – wir leben Nachhaltigkeit schon heute!“ Walter Brantner

Belebend für Boden und Infrastruktur
Wirtschaftlich wird das neue Kompost- und Erdenwerk mit seiner zentralen Lage eine direkte Verkehrsanbindung für die kommunale Entsorgung bereitstellen und dadurch den regionalen Infrastrukturraum beleben. Es bedient Haushalte und Großverbraucher wie Landwirte und Weinbauern gleichermaßen und sorgt damit für eine optimale Bereitstellung wertvoller Komposte und Erden für den ländlichen und städtischen Bereich. Der im Werk entstehende Bio-Kompost aus (biogenen) Abfällen trägt dabei wesentlich zur Verbesserung der Bodenstruktur bei und wirkt dem ständig präsenten Problem der Auswaschung fruchtbarer Böden auf natürliche Weise entgegen. Das „Brantner Erdenreich“ schließt den Stoffkreislauf in perfekter Art und Weise: aus biogenen Abfällen werden wieder neue Nährstoffe für unser Ökosystem. Kompost als organischer Dünger ist nachhaltig und umweltfreundlich, und damit nicht nur für private Zwecke geeignet, sondern dient als wesentlicher Nährstofflieferant auch der ökologischen Landwirtschaft sowie dem Garten- und Obstbau.

Das Unternehmen Brantner
Brantner ist ein Kremser Leitbetrieb mit einer mehr als 80-jährigen Geschichte. Begonnen hat das Unternehmen 1936 als Taxi- und Reiseunternehmen. 1976 markierte der Einstieg in die Entsorgungswirtschaft eine neue Ära des Wachstums: Mit Zuverlässigkeit, Handschlagqualität, Innovationskraft und sauberen Lösungen wächst Brantner bis zum heutigen Tag zu einem internationalen Betrieb an, der neben dem Mutterland Österreich noch in fünf weiteren Ländern aktiv ist: Slowakei, Tschechien, Serbien, Rumänien und Deutschland. Das Kerngebiet ist nach wie vor die kommunale und gewerbliche Sammlung. In den vergangenen Jahren hat das Unternehmen aber vor allem in die Entwicklung der Ressourcen- und Kreislaufwirtschaft investiert, die ihr Hauptaugenmerk auf die Weiterverarbeitung von Abfällen, die Rückgewinnung von Ressourcen und das Recycling legt. Innovationen hat Brantner hier nicht nur beim Ausbau der Kompostierung im Blick, sondern etwa auch im Bereich der Aufbereitung von Müllverbrennungsschlacken. Auf ein spezielles Verfahren zur Extraktion von Metallen bis hin zu allerkleinsten Partikeln („Brantner Wet-Slag-System“) hat der Kremser Familienbetrieb ein europaweites Patent. Wichtig ist dem Unternehmen auch die moderne Fahrzeugflotte, die stets neuesten Abgasnormen entspricht und seit 2016 sogar Elektro-Hybrid-LKWs einsetzt, sowie der fortlaufende Einsatz von Digitalisierungstechnologien.

Hard Facts: Brantner Gruppe
Gegründet: 1936
Eigentümer: Familie Brantner
Tätigkeit: Entsorgung, Transport, Facility Services und Recycling
Mitarbeiter: über 2500 (gesamt), davon mehr als 600 in Österreich
Firmensitz: Krems an der Donau
Internet: www.brantner.com
Hotline: 059 444

Informationen-Fotos: DI Roland Schönbichler, E-Mail: erde@brantner.com