Krems: Beate Zelniček „Fliegende Räume – Arbeiten auf Leinwand und Papier“am 12. Oktober 2018 um 19 Uhr.

Die Begrüßung in der Galerie Kultur Mitte Krems übernimmt Obmann Franz Kral, zu den Werken spricht Dr. Michael Pölzl (Historiker), die Eröffnung macht Eva Hollerer, Vizebürgermeisterin der Stadt Krems.

Der absolute Rückzugsort vor der Staffelei bedeutet gleichzeitig die ganze Welt. Alle Erfahrungen, Erlebnisse und Eindrücke kulminieren auf einem auf ein Stück Holz gespanntes Stück Stoff. Manchmal pflückt Beate Zelniček eines der Hunderttausenden von Bildern aus ihrem Kopf und ihrem Herzen und bringt sie zum Ausdruck, dann wiederum versucht sie einem Chaos und einer Leere Formen und Farben abzuringen.

In ihren Arbeiten versucht sie sich der Komplexität des Lebens anzunähern. Mit vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten lotet sie die Tiefen und Untiefen der menschlichen Existenz aus. Beim Malen öffnet sich das Bewusstsein und Gedanken und Gefühle, die von innen und von außen kommen, fließen als Farbe auf die Leinwand. Wie das Leben pendelt das Spiel der Farben und Formen zwischen hell und dunkel, pastös und lasierend, dicht und durchscheinend, zwischen Plastizität und Fläche, Auflösung und Verfestigung, Sinnlichkeit und Transzendenz, Tiefe und Weite.

Vielschichtige Ambivalenzen und Kulminationen formen sich, um sich im nächsten Moment wieder aufzulösen und sich an anderen Orten in neuen Konstellationen wiederzufinden. Filigrane und wuchtige Formen existieren nebeneinander, bedingen sich gegenseitig. Figürliches und Abstraktes ergänzen und durchdringen einander. Weiche Übergänge und harte Linien markieren das Wechselspiel des Menschen zwischen seinen Gegebenheiten und Sehnsüchten. Hin und her geworfen ist er in der Welt geborgen und ausgesetzt zugleich. Zwiespältiges und Vertrautes schwirren gleichermaßen umher. Er kauert in ihr. Er tanzt in ihr.

In der (Kunst)Welt hat Beate Zelniček im Laufe ihres Lebens verschiedene Positionen erprobt und eingenommen. Zunächst als Studentin der Kunstgeschichte und Malerei wohnte und lebte sie da und dort, in Österreich, Italien und Dänemark, in der Stadt und auf dem Land, allein und in Gruppen. Sie restaurierte, archivierte, baute und vermittelte. Sie tanzt, kocht, reist und wandert. In einem Kurs für Sterbebegleitung lernte sie mit dem Leben auch den Tod kennen. Als Kunstvermittlerin, Kuratorin und im Ausstellungsmanagement betrachtete, analysierte und interpretierte sie viele Kunstwerke, lernte verschiedenste Positionen kennen und begegnete vielen Künstlerinnen und Künstlern. Ihre eigene Malerei blieb seit ihrer Kindheit lange Zeit im Hintergrund. Erst nach den Geburten ihrer zwei Kinder holte sie sie aus der Heimlichkeit und machte sie zum Beruf.

Galerie Kultur Mitte Krems: Ausstellungsdauer: 12. Oktober bis 31. Oktober 2018. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10.00 bis 15.00 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung unter +43(0)676/92 49 68 6

Mag. phil. Beate Zelniček, 2073 Obermarkersdorf 206, +43 (0)660 70 12 532, www.beate-zelnicek.at

Informationen-Fotos: Galerie Kultur Mitte Krems, Obere Landstraße 8, 1. Stock, A-3500 Krems