Ottenstein: Grundwehrdiener des österreichischen Bundesheeres seilen sich beim EVN Kraftwerk Ottenstein ab.

Die Staumauer in Ottenstein – normaler Weise mitverantwortlich für die Öko-Versorgung von 20.000 niederösterreichischen Haushalte – wurde bereits des Öfteren als Übungsgelände benutzt. In den vergangenen Tagen bewährte sich die 69 Meter hohe Gewölbesperre als Mutprobe für 25 Grundwehrdiener der Stabskompanie AAB4 (Aufklärungs- und Artilleriebataillon). Und als würdevoller Abschluss ihrer Grundausbildung.

Im Bild-32 & 69: Grundwehrdiener der Stabskompanie AAB4 (Aufklärungs- und Artilleriebataillon) beim Abseilen auf der 69 Meter hohen Staumauer des EVN Kraftwerkes Ottenstein

Die 25 Rekruten absolvierten ihren 70 km langen, dreitägigen Abschlussmarsch, der sie neben anderen Übungen zum krönenden Abschluss auch nach Ottenstein führte. Hier mussten sich die jungen Männer unter Leitung eines Bundesheer-Bergführers aus Tirol von der Stauseemauer abseilen: „Wir sind bemüht, die Ausbildung unserer Grundwehrdiener möglichst attraktiv, fordernd und abwechslungsreich zu gestalten. Hier auf der Staumauer steht das Thema ‚Mut‘ im Zentrum“, erklärt Hauptmann Thomas Kreutzer.

Auch wenn es für einige eine große Überwindung darstellte, gab es niemanden, der nicht über seinen Schatten gesprungen ist. „Das ist wirklich beachtlich“, lobt Hauptmann Kreutzer seine Mannschaft.

Abseilübung des Bundesheeres an der Staumauer im EVN Kraftwerk Ottenstein Vizeleutnant Wilhelm Reich ( Heeresbergführer aus Hochfilzen ) war für die Sicherheit verantwortlich.

René Traxler-Weidenauer – einer der Grundwehrdiener – war direkt nach dem Abseilen noch sichtlich beeindruckt und begeistert: „Im Nachhinein war es leider viel zu schnell vorbei. Das wirklich schwierige war der anschließende Aufstieg über die Stufen, um wieder zur Staumauer zu kommen. Ich würde es auf jeden Fall wieder machen.“

EVN Kraftwerke als Trainingsstätten für die Einsatzkräfte: Erich Binder, Werksleiter des Speicherkraftwerks Ottenstein, freut sich, regelmäßig österreichische Einsatzeinheiten zu Gast haben: „Erst im vergangenen Herbst war die Sondereinheit WEGA bei uns zu Gast, nachdem sie sich zuvor vom einem EVN-Windrad in Japons abgeseilt haben.“

Das Kraftwerk Ottenstein liegt am Fuß der 69 Meter hohen Gewölbesperre Ottenstein. Jede der vier installierten Francisturbinen erbringt eine Leistung von 12 Megawatt. Insgesamt wird somit Strom für etwa 20.000 niederösterreichische Haushalte erzeugt.

Im Bild-149: Hauptmann Thomas Kreutzer und EVN Werksleiter Erich Binder

Informationen: Mag.(FH) Michael Kovarik, MA, Information und Kommunikation, EVN Konzern, EVN AG
EVN Platz, 2344 Maria Enzersdorf, Fotocredits: EVN / Moser, www.evn.at