Krems: Am 27. April 2017 lädt das Department für Europapolitik und Demokratieforschung anlässlich seiner offiziellen Eröffnung ins Audimax der Donau-Universität Krems ein.

Neben einem Vortrag des Schriftstellers Robert Menasse wird auch das in Kooperation mit Campus Cultur durchgeführte Kunstprojekt „Die Botschaft von Amikejo“ präsentiert: Die Künstlerin Valeska Peschke enthüllt die Skulptur „Europa umstülpen“ und präsentiert das gemeinsam mit KremserInnen konzipierte Kleid der Europa.

Der Europatag findet aus Anlass der offiziellen Eröffnung des Departments für
Europapolitik und Demokratieforschung statt, das im Jahr 2016 gegründet worden war. Ein wichtiges Thema der wissenschaftlichen wie auch künstlerischen Inputs ist die Idee eines „Europa der Regionen“, das auch von Robert Menasse in seinem Vortrag thematisiert werden wird. Seiner Ansicht nach ist das politische Projekt nach-national zu deuten: „Die Region ist Heimat, die Nation ist Fiktion“, so der österreichische Schriftsteller.

* Vernissage, Workshops und Esperanto-Blitzkurs:
Auch das Kunstprojekt „Die Botschaft von Amikejo“ der Künstlerin Valeska Peschke, das vom Department für Europapolitik und Demokratieforschung in Zusammenarbeit mit Campus Cultur koordiniert sowie vom Land Niederösterreich gefördert wird, thematisiert Fragen rund um Region, Raum und Zugehörigkeit.

Valeska Peschke präsentiert ihre Arbeiten im Rahmen der Vernissage am 27. April. Für BesucherInnen des Tages der offenen Tür wird zudem ein Esperanto-Blitzkurs, ein Europa-Malworkshop für Kinder und ein Open Space-Workshop „Europäische Bürgerprojekte im Gespräch“ angeboten.

Die Konzeptkünstlerin Valeska Peschke entwickelt im Rahmen des Kunstprojektes „Die Botschaft von Amikejo“ Arbeiten zur Region Krems im Kontext eines als Freiraum gedachten Europas. In ihrer künstlerischen Gestaltung steht das Bild eines europäischen Vulkans im Vordergrund, der am Tag der Vernissage auch als Rauminstallation auf dem Campus der Donau-Universität Krems aufgebaut wird.

Für Valeska Peschke repräsentiert das Bild des Vulkans „auf der einen Seite die Zerstörung oder radikale Veränderung, auf der anderen Seite die fruchtbringenden Aschen, die dann wieder etwas ganz Neues aufbauen können. Das bezieht sich nicht nur auf die politische Situation der EU, aber auf diese wohl auch.“

Der Name des Kunstprojektes – „Amikejo“ bedeutet auf Esperanto „Ort der Freundschaft“ – verweist auf einen kleinen neutralen Landstrich zwischen Belgien, den Niederlanden und Deutschland, der sich 1907 als unabhängige Republik „Amikejo“ ausrief. „Die Botschaft von Amikejo ist demnach die Begeisterung für eine Republik, die in einem größeren Sinne mit einem freien Europa verbunden ist und auf dem Zusammen-Sein beruht“, erklärt Valeska Peschke.

* Offenes Atelier in Krems:
In Zusammenarbeit mit dem Modeatelier Wagensonner entwickelt und schneidert die Künstlerin von 10. bis 31. März 2017 darüber hinaus „das Kleid der Europa“ gemeinsam mit interessierten KremserInnen im offenen Atelier Nah & Frisch in Krems. Zudem wird – in Kooperation mit dem Esperantomuseum Wien sowie den Studierenden des Masterprograms European Studies der Hauptuniversität Wien und in Anlehnung an die Arbeiten des dadaistischen Künstlers Kurt Schwitters – eine Ursonate auf Esperanto konstruiert. Das Kleid der Europa wie auch die Esperanto-Ursonate werden am 27. April vorgestellt.

Das Kunstprojekt „Die Botschaft von Amikejo“ wird vom Department für Europapolitik und Demokratieforschung wissenschaftlich begleitet und evaluiert, wobei die Ergebnisse bei einer Finissage im September 2017 an der Donau-Universität Krems präsentiert werden.

„In Zeiten wie diesen, in denen der europäische Diskurs von Populismus geprägt und die EU vom Auseinanderbrechen bedroht ist, ist es wichtiger denn je, sich wissenschaftlich mit neuen europäischen Strömungen zu befassen und über ein anderes Europa nachzudenken, das wieder eine emotionale Zustimmung der Bürger z