Große Fortschritte in Krems:   Auf der Baustelle vom Biomasseheizkraftwerk geht’s zügig voran

10 Monate nach dem Baustart für das Biomasseheizkraftwerk Krems kann eine erste erfreuliche Zwischenbilanz gezogen werden.

„Wir haben nach Fertigstellung des Fundaments und Einrichtung der Schalungselemente vor knapp zwei Wochen mit dem Hochbau der Wände begonnen und mittlerweile schon die Dachgleiche erreicht“, freut sich EVN Sprecher Stefan Zach über die großen Fortschritte auf der Baustelle.

Dass dieser Meilenstein in so kurzer Zeit erreicht werden konnte, liegt an der verwendeten Gleitschalung, einem innovativen Verfahren zur Errichtung der 30 Meter hohen Wände. Das Besondere daran: „Bei diesem Verfahren wird im Schichtbetrieb durchgehend 24 Stunden 7 Tage die Woche am Stück mit vorgewärmtem Beton gearbeitet. So kann eine hohe Qualität bei zugleich kurzer Bauzeit gewährleistet werden“, erklärt Zach.

Wenn alles nach Plan läuft, soll die Anlage ab Anfang 2023 Ökostrom und Naturwärme aus der Region für die Region liefern und somit die starke Nachfrage nach Naturwärme in Krems decken.

Zum Projekt:

· Leistungsdaten: elektrisch 5 MW, thermisch mind. 15 MW,

· Ökostrom für umgerechnet 15.000 Haushalte und Naturwärme für umgerechnet bis zu 30.000 Haushalte

· CO2-Einsparung: rd. 25.000 t/Jahr

· Geplante Gesamt-Investitionen: rund 30 Mio. Euro, davon mind. 15 Mio. aus Österreich

· Regionale Wertschöpfung durch Biomasse (inkl. Schadholz) aus der Region: jährlich mehr als 4 Mio. Euro – das entspricht rund 25 Arbeitsplätzen

EVN Wärme GmbH

Der Einsatz erneuerbarer Energien ist für die EVN insbesondere im Wärmebereich seit vielen Jahren von großer Bedeutung. Die EVN betreibt heute mit Partnern aus der Landwirtschaft und der Sägeindustrie bereits rund 70 Biomasseanlagen in ganz Niederösterreich. Etwa zwei Drittel der gelieferten kommunalen Fernwärme wird aus Biomasse erzeugt.

Durch die enge Kooperation der EVN mit der regionalen Land- und Forstwirtschaft bleibt die Wertschöpfung der Region erhalten. Die EVN setzt auf regionale Biomasse und arbeitet nur mit österreichischen Partnern. Mit einem Einsatz von rund 2,0 Millionen Schüttraummeter Hackschnitzel ist die EVN der größte Naturwärmeversorger aus Biomasse in Österreich.

Fotocredits: © EVN

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Katharina Rauch, MA

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