Krems: Ari Rath ist am Freitag, 13. Jänner 2017 im Alter von 92 Jahren gestorben. Die SPÖ und der Bund Sozialdemokratischer FreiheitskämpferInnen, Opfer des Faschismus und aktiver AntifaschistInnen sind österreichweit vom Ableben dieses bemerkenswerten Zeitzeugen und Publizisten tief betroffen.

Naturgemäß war Raths antifaschistisches und gesellschaftspolitisches Engagement besonders beeindruckend. Mit diesem habe er die letzten Jahre in Österreich besonders gewirkt. Ob beim „Fest der Freude“ am 8. Mai, im Rahmen der Produktion „Die letzten Zeugen“ am Burgtheater, als Mahner im Zuge von Wahlauseinandersetzungen oder als Zeitzeuge, Ari Rath ist nie müde geworden, seine Erfahrungen und Analyse auch mit jüngeren Generationen zu teilen sowie gegen Antisemitismus, Rassismus und Hetze zu kämpfen.

Ari Rath wurde 1925 in Wien geboren und konnte 1938 in einem Kindertransport nach Palästina fliehen. Schon vor 1938 hat er den Antisemitismus in seiner Heimatstadt erlebt. Er wurde zu einer der bedeutendsten Persönlichkeiten des internationalen Pressewesens und gehörte dem engsten Kreis um den Gründer des Staates Israel, David Ben Gurion, an. Rath war Chefredakteur und Herausgeber der „Jerusalem Post“, er zählte zu den bedeutendsten israelischen JournalistInnen. Seine Erlebnisse als vielfacher Zeuge einschneidender Ereignisse in Politik und Zeitgeschichte haben in dem 2012 erschienen Werk „Ari heißt Löwe. Erinnerungen“ Eingang gefunden.

Als persönlicher Freund Bruno Kreiskys besuchte Ari Rath vor genau 6 Jahren Jahren die Kreisky-Ausstellung im Karikaturmuseum Krems. Dort wurde er von einer Kremser Delegation herzlich empfangen, der Bgm. Reinhard Resch (damals noch Vizebgm.) sowie die damaligen Gemeinderätinnen Andrea Bergmaier und Dr.in Helgard Rodriguez angehörten, ebenso wie der Kremser Bezirksvorsitzende der Sozialdemokratischen FreiheitskämpferInnen Mag. Klaus Bergmaier. Mit dabei war damals auch Mag. Gertraud Auer Borea d’Olmo, die Generalsekretärin des Bruno Kreisky Forums für internationalen Dialog.

Informationen-Foto: Klub sozialdemokratischer Gemeinderätinnen und Gemeinderäte der Stadt Krems an der Donau, Pressedienst, www.spoekrems.at