Krems: Energieautarkie 2030: Reduzierter Energieverbrauchs als erstes Etappenziel Krems – Die Reduktion des Energieverbrauchs um 1,7 Mio. Kilowattstunden pro Jahr ist das erste messbare Etappenziel, das die Klima-Energiemodellregion Krems (KEM) mit ihrem „Energiekonzept 2030“ erreicht hat. Beim Klimaschulprojekt zeigen fünf Kremser Möglichkeiten auf, wie man gegen den drohenden Klimakollaps ankämpft.

Begrünte Klassenwände, Gebäudefassaden und Flachdächer sowie Urban Gardening sind wirksame Maßnahmen im Kampf gegen die Aufhitzung der Städte. Diese Erkenntnis haben die Schülerinnen und Schüler der HTL, der HAK , des Mary-Ward-Privat-ORGs, der Neuen Mittelschule und der Volksschule Egelsee an ihren Schulen umgesetzt.

Somit gibt es nun in der VS Egelsee eine Schulmauer, an der sich Pflanzen in selbst gebauten Trögen hochranken, ein Obst- und Gemüsebeet im Innenhof des Schulzentrums Krems, ein grünes Klassenzimmer an der HAK, bunte Sitz- und
Pflanzenmöbel im Schulhof des Mary-Ward-ORG und so weiter. Im Herbst geht mit dem größten Vorhaben weiter, an dem ebenfalls mehrere Schulen mit Hilfe von Experten zusammenarbeiten: die Begrünung des Flachdaches des Weinguts Stadt Krems. Das Klimaschulprojekt ist eines von vielen Projekten der KEM Krems.

„Für uns ist ein optimales Instrument, Projekte, Ideen und Innovationen zu planen und umzusetzen“, sagt Umweltgemeinderat Dr. Thomas Höhrhan und zählt auf: „Die Projekte reichen von Gebäudeoptimierungen über verkehrsrelevante Themen bis hin zur alternativen Energieerzeugung. Umweltgemeinderat StR Albert Kisling: „Eine große Rolle spielt auch die Bewusstseinsbildung und das Überdenken unser Gewohnheiten beim Bauen, in der Stadtgestaltung und im täglichen Leben. Hier sind die Kinder im Rahmen des Klimaschulprojekt schon mit gutem Beispiel vorangegangen und haben viele Möglichkeiten aufgezeigt, wie wir unsere Umwelt schützen können.“

* Energieautark bis 2030:
Die Stadt Krems hat das Energiekonzept 2030 im Jahr 2011 beschlossen, mit dem Ziel, bis 2030 energieautark zu werden. Ausgehend von einem jährlichen Energiebedarf von 866.000 Megawattstunden (Kosten: 78 Mio. Euro) und einem Eigenversorgungsgrad von 3 Prozent galt es Maßnahmen zu ergreifen, die dieses Ziel realisierbar machen. Durch nachhaltige Senkung des Energieverbrauchs und die Steigerung der Energieeffizienz mithilfe mehrerer Maßnahmen (Sanierungen städtischer Immobilien, kontrollierten Wärmeverbrauch , Umstieg auf LED-Beleuchtung im öffentlichen Bereich) gelang es, den Energieverbrauch bis 2016 bereits um 15 Prozent zu senken. Die Einsparung von 1,7 Mio. kWh bedeutete eine Kostenersparnis von rund 145.000 Euro pro Jahr.

Maßnahmen und Projekte der KEM (Auszug)
• Installierung einer vollautomatischen Energiebuchhaltung bei kommunalen Gebäuden (aktuell 34 Gebäude erfasst)
• Klimaleitbild und Qualitätsmanagement
• Untersuchung weiterer Energie-Einsparungspotenziale (Dachflächen für Photovoltaik)
• E-Mobilitätswettbewerb: Projekt zur Vermietung und Bewerbung von E-Autos
• Solarmülltonnen auf öffentlichen Plätzen
• Gebührenfreies Parken für E-Autos
• Nachhaltigkeits-Workshops im Rahmen von „Krems 2030“

Überdurchschnittlicher Temperaturanstieg in Österreich
Der Klimawandel, verursacht durch Treibhaus-Emissionen, trifft Österreich besonders hart. Während global die Temperatur seit 1880 um durchschnittlich 0,85 Grad anstieg, verzeichnet Österreich einen Anstieg um fast 2 Grad. Der Grund: Meere und Ozeane dämpfen den Temperaturanstieg. Landmassen im Binnenland Österreich hingegen absorbieren die Sonneneinstrahlungen und beschleunigen den Anstieg. Die Folgen sind in den Städten besonders stark spürbar. Eine effektive
Klimapolitik, so sind sich Experten einig, sollte neben der Eindämmung der Emissionen auf lokale Initiativen setzten, um sich den geänderten Voraussetzungen anzupassen.

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Ursula Altmann-Uferer
Magistrat der Stadt Krems
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