Krems: Internationale ExpertInnen aus Kunst, Wissenschaft und dem Sammlungsbereich präsentieren Chancen und Herausforderungen virtueller Werke als Kunstobjekte

Das Symposium der Donau-Universität Krems wird am 13. September in Kooperation mit den Landessammlungen NÖ und der Landesgalerie NÖ veranstaltet und setzt sich mit aktuellen Fragen der virtuellen Kunst auseinander. Internationale Gäste diskutieren über das Museum im Wandel und als digitales Ökosystem, digitale Kunst und Virtuelle Realität sowie visuelle Neuinterpretationen mit neuronalen Netzwerken.

Unter der wissenschaftlichen Leitung von Univ.-Prof. Dr. Anja Grebe, Department für Kunst- und Kulturwissenschaften der Donau-Universität Krems, und Dr. Alexandra Schantl, Landessammlungen Niederösterreich, St. Pölten, werden zwei wesentliche Aspekte der digitalen Transformation behandelt. Zum einen geht es um neue Erkenntnisse zu Künstlicher Intelligenz und Machine Learning im Kontext der Kunst, zum anderen werden Herausforderungen und Potentiale virtueller Kunst als Ausstellungsobjekte ausgelotet. „Smartphones und Apps sind aus dem Museumsalltag nicht mehr wegzudenken. Bei virtueller Kunst sind sie unmittelbar mit dem kreativen Akt verbunden. Wie Digitalisierung und Virtualisierung unsere Wahrnehmung von Objekten verändern und wie Künstler mit den neuen digitalen Möglichkeiten umgehen, gehört zu den spannenden Fragen unserer Zeit“, umreißt Grebe die Ausgangsfragen.

In seiner Keynote „Museen im digitalen Wandel? Virtuelle Bildräume der Gegenwart und ihre Vorgeschichte“ wird Univ.-Prof. Dr. Oliver Grau, Department für Bildwissenschaft, die Themenfelder des Tages aufspannen. Darauf folgt die Präsentation „Extensions of Places – Das Museum als digitales Ökosystem“ von Dr. Edith Blaschitz, Department für Kunst- und Kulturwissenschaften, beide von der Donau-Universität Krems.

Augmented Reality trifft auf Bildkunst:
Der Nachmittag wird eröffnet mit neuen Überlegungen zum Thema virtuelle Archive, in welches Mag. Almut Schilling, Akademie der bildenden Künste Wien, und Dipl.-Rest. Franziska Butze-Rios vom Department für Kunst- und Kulturwissenschaften der Donau-Universität Krems einführen werden. „Digital Art in the Context of Augmented and Virtual Reality“ wird von Mag. Martin Kusch, Abteilung für Digitale Kunst der Universität für angewandte Kunst Wien, präsentiert.

Die Augmented Reality-Applikation „Geschichtes Gedicht Augmented“ ist eine interaktive Erweiterung des im Jahr 2000 geschaffenen Kunstwerks „Geschichtes Gedicht“. In diesem Zusammenhang werden Eugenia Iofinova, Österreichische Akademie der Wissenschaften Wien, und der Medienkünstler Bobby Rajesh Malhotra über „Neural Network Image Synthesis Algorithms & Reinterpretations“ sprechen.
Der Abschluss des Symposiums findet in der Landesgalerie Niederösterreich statt, wo Kurator Mag. Günther Oberhollenzer, MA die TeilnehmerInnen begrüßen wird. Dr. Alexandra Schantl wird mit dem Schöpfer der Augmented Reality-App, Bobby Rajesh Malhotra, über die Genese und Hintergründe des Kunstprojekts diskutieren.

Symposium Virtuelle Kunst im Museum
Termin: 13. September 2019
Beginn: 9:00 Uhr
Ort: bis 16:15 Uhr: Donau-Universität Krems, Audimax
ab 16:45 Uhr: Landesgalerie Niederösterreich, Museumsplatz 1, Krems

Eine Anmeldung per E-Mail unter oliver.markel@donau-uni.ac.at bis 12. September wird erbeten, die Teilnahme ist kostenlos.

Informationen-Foto: Univ.-Prof. Dr. Anja Grebe, Department für Kunst- und Kulturwissenschaften, Donau-Universität Krems, Tel. +43 (0)2732 893-2566, anja.grebe@donau-uni.ac.at