Waidhofen: Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Zahl der vorgemerkten Personen um 15 (oder 1,3 %) erhöht. Ende Jänner 2017 waren beim Arbeitsmarktservice Waidhofen/Thaya somit 1.168 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind um 85 Betroffene mehr als im Vormonat. In Niederösterreich ist die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen um + 2,4 % auf insgesamt 74.176 gestiegen.

„Die Arbeitslosigkeit im Bezirk ist gegenüber dem Vergleichszeitpunkt des Vorjahres sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern gestiegen. 385 vorgemerkte Frauen bedeuten ein Plus von 3 (oder 0,8 %), 783 Männer ein Plus von 12 (oder 1,6 %). Die in diesem Indikator nicht enthaltene Zahl der Arbeitslosen in Schulungen des AMS ist im Vergleich zum Vorjahr um 14 (oder + 11 %) auf insgesamt 141 gestiegen.“, informiert die stv. Geschäftsstellenleiterin des AMS Waidhofen/Thaya, Sonja Eder.

Somit waren Ende Jänner 2017 in Summe 1.309 Personen, davon 1.168 Arbeitslose und 141 Personen in Schulung beim AMS Waidhofen/Thaya vorgemerkt, was eine Steigerung um 2,27 % dem Wert des Vorjahresstichtages entspricht. Mit Ende Jänner waren 61 offene Stellen (davon 33 sofort verfügbar) beim AMS
Waidhofen/Thaya gemeldet. Dies bedeutet exakt die gleiche Anzahl an offenen Stellen wie im Vergleich zum Vorjahr. Den 9 Lehrstellensuchenden stehen 77 offene Lehrstellen (alle nicht sofort verfügbar) zur
Verfügung.

* Auf einen Blick: Arbeitsmarktpolitische Ziele 2017:
Verhinderung von dauerhafter Ausgrenzung aus dem Arbeitsmarkt sowie Förderung der Reintegration von Frauen und jungen Menschen sind zentrale arbeitsmarktpolitische Schwerpunkte für das Arbeitsmarktservice (AMS) im kommenden Jahr. „Gleichzeitig gilt es, unseren Einschaltgrad am Stellenmarkt zu halten bzw. auszubauen“, so die stellvertretende RGS-Leiterin Sonja Eder.

* Die wichtigsten Ziele für das Jahr 2017 lauten:
Qualifizierung: erfolgreich und mindestens 56% der Fördermittel für Frauen
Reserviert.
In Zeiten hohen Konkurrenzdrucks am Arbeitsmarkt laufen vor allem Frauen, die familiär bedingt eine Erwerbspause einlegen mussten oder nur eine geringe Ausbildung vorweisen können, Gefahr, langzeitarbeitslos zu werden. Das AMS Waidhofen/Thaya steuert hier mit hochwertigen und maßgeschneiderten Qualifizierungs- und Unterstützungsangeboten gegen. Unter anderem wurde für Berufsrückkehrerinnen nach der Babypause mit den Frauenberufszentren ein maßgeschneidertes Angebot eingerichtet.

* Nicht mehr als 11 junge Menschen länger als ein halbes Jahr ohne Job- oder
Ausbildung:
Die Ausbildungsgarantie und damit zu verhindern, dass junge NiederösterreicherInnen dauerhaft vom Arbeitsmarkt ausgegrenzt werden, ist dem AMS ein ungebrochen zentrales Anliegen. Darüber hinaus wird das AMS ab 2017 in Kooperation mit anderen Einrichtungen die Programme „AusBildung 18“ sowie die „Ausbildungsgarantie bis 25“ umsetzen, um sicher zu stellen, dass Bildung nahtlos, passend und nachhaltig erfolgen kann.

* Nachhaltige Arbeitsmarktintegration von knapp 60 Langzeitarbeitslosen:
Um den Aufbau der Sockelarbeitslosigkeit von Jobsuchenden im sogenannten
Haupterwerbsalter (bis 45 Jahren) zu verhindern, hat das AMS Waidhofen das Ziel, etwa 60 Personen aus dem Bezirk, die bereits mehr als zwölf Monate arbeitslos vorgemerkt sind, nachhaltig in den Arbeitsmarkt zu integrieren. „Mit Nachhaltigkeit meinen wir, dass diese Personen sich mindestens 62 Tage durchgängig in einem Dienstverhältnis befinden“, erklärt Sonja Eder.

* Rund 570 Jobsuchende im Alter ab 45 stehen wieder im Berufsleben:
200 jobsuchende Frauen und 370 Männer im Alter ab 45 sollen im kommenden Jahr mitUnterstützung des AMS Waidhofen/Thaya wieder im Berufsleben stehen.

* Einschaltgrad des AMS am niederösterreichischen Stellenmarkt sicherstellen:
Im kommenden Jahr sollen 808 freie Stellen und Lehrstellen mit einer passenden
Arbeitskraft besetzt und mindestens 242 Vakanzen mit einem monatlichen Bruttoverdienst von 1.900,- Euro (pro Vollzeitstelle) akquiriert werden.

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