Waidhofen: Im Bezirk Waidhofen/Thaya waren Ende Dezember 883 Personen bei der AMS-Geschäftsstelle arbeitslos gemeldet.

Dies entspricht einem Minus von 54 Personen oder -5,8% gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres.

Das Aus- und Weiterbildungsprogramm des AMS nutzen 92 Personen. Damit sind Ende Dezember in Summe 975 Menschen entweder arbeitslos vorgemerkt oder in Schulungsmaßnahmen des AMS Waidhofen/Thaya, um 8,6% weniger als im Vorjahr.

Männer profitieren von der derzeitigen Arbeitsmarktentwicklung nach wie vor stärker (-58 od. -9,7%). Bei den vorgemerkten Frauen ist ein geringer Zuwachs zu verzeichnen (+4 od. + 1,2%). Bei den Älteren (50plus) ist die Arbeitslosigkeit im Jahresvergleich um 7,7% (+25) auf 351 gestiegen.

Sehr erfreulich ist nach wie vor die Steigerung bei den offenen Stellen im Bezirk. Gegenüber dem Vorjahr ist hier ein Plus von 36 Jobvakanzen zu verzeichnen. Den arbeitsuchenden Personen stehen somit 103 Stellen im Bezirk zur Verfügung.

AMS Waidhofen/Thaya zieht erfolgreiche Arbeitsmarktbilanz 2018: Die Arbeitsmarktbilanz 2018 kann sich sehen lassen: Mit einem Minus von 11,4% gelang ein massiver Rückbau der Arbeitslosigkeit. Der Rückbau der Arbeitslosigkeit ist in allen relevanten Zielgruppen zu verzeichnen. Gleichzeitig werden 2018 voraussichtlich mehr als 1.240 Personen aus dem Bezirk ihre Jobsuche mit einer Arbeitsaufnahme beenden. Zugleich wurden mehr freie Stellen inklusive Lehrstellen, die dem AMS im Bezirk Waidhofen/Thaya bekanntgegeben wurden, mit einer Arbeitskraft oder einem Lehrling besetzt als 2017.

Das Jahr 2018 hat – so wie es derzeit aussieht – auch die Erwartungen von WirtschaftsforscherInnen übertroffen. Rechnete das Institut Synthesis noch Anfang des Jahres mit einem Wirtschaftswachstum von 2,4%, so wird das BIP in diesem Jahr voraussichtlich mit einem Plus von 3,0% abschließen. Die wirtschaftliche Aufwärtsentwicklung im gesamten europäischen Raum sorgte für eine nachhaltige Nachfrage nach Arbeitskräften.

Vermittlungsdrehscheibe AMS surrt auf Hochtouren: Die Beraterinnen und Berater nutzten die erfreuliche konjunkturelle Entwicklung intensiv für ihre Vermittlungsaufgabe:

Voraussichtlich rund 1.243 Jobsuchende aus dem Bezirk Waidhofen/Thaya werden 2018 ihre Arbeitslosigkeit mit einer Arbeitsaufnahme beenden. Bedingt durch den Rückgang der Arbeitslosigkeit (und damit weniger potenzielle BewerberInnen im AMS-Pool) etwa gleich viele wie 2017.

Gleichzeitig werden fast 860 freie Stellen und Lehrstellen mit einer passenden Arbeitskraft oder Lehrling besetzt sein – ein Rekord seit der elektronischen Datenverarbeitung im Arbeitsmarktservice und ein Plus von etwa 1,4 % der (Lehr-)Stellenbesetzungen gegenüber dem Jahr 2017.

„Wir konnten Jobsuchenden ein deutlich umfassenderes Vermittlungsangebot machen als in den Jahren davor. Wer sich um eine zumutbare Stelle nicht beworben oder ein passendes Schulungsangebot nicht angenommen hat, musste daher mit Konsequenzen rechnen, nämlich der befristeten Sperre der finanziellen Leistung nach dem Arbeitslosenversicherungsgesetz“, macht die Geschäftsstellenleiterin Edith Zach deutlich. In rund 40 Fällen hat das AMS heuer das Arbeitslosengeld oder die Notstandshilfe gesperrt. Damit haben sich die Sperren gegenüber dem Jahr 2017 mehr als verdoppelt.

Rückbau der Arbeitslosigkeit in allen Bereichen: 2018 ist gelungen, für viele Personen am Arbeitsmarkt die Arbeitslosigkeit zu senken, wenn auch unterschiedlich stark.

Minus 23,7% bei der Jugendarbeitslosigkeit: Im Jahr 2018 ist es gelungen, die Arbeitslosigkeit bei jungen Menschen im Bezirk Waidhofen/Thaya mit einem Minus von 23,7 % wieder deutlich zu senken.

Minus 19,5% Rückgang bei Langzeitarbeitslosen: Von der günstigen Entwicklung am Arbeitsmarkt haben auch Personen profitiert, die bereits ein Jahr oder länger vom AMS Waidhofen/Thaya betreut werden. Mit einem Minus von 19,5 % wird hier die Arbeitslosigkeit auf voraussichtlich 111 Personen im Jahresdurchschnitt sinken.

Minus 10,2% bei Personen ohne bzw. mit geringer Ausbildung: Die gestiegene Nachfrage nach Arbeitskräften machte sich auch bei Personen mit vergleichsweise niedriger Ausbildung bemerkbar. Bei Jobsuchendenden, die maximal einen Pflichtschulabschluss vorweisen können, gelang der Rückbau der Arbeitslosigkeit um -10,2% auf voraussichtlich jahresdurchschnittlich 253 Personen. Allerdings: 42% der arbeitslosen Kundinnen und Kunden des AMS haben nicht mehr als einen Pflichtschulabschluss.

Mehr als jede/r 3. Arbeitslose im Bezirk über 50 Jahre: Die Zahl der jahresdurchschnittlich arbeitslosen Personen der Generation 50+ ist zwar im Vergleich zum Vorjahr um knapp 1,7% zurückgegangen (auf 280 Personen), dennoch sind 42,2% aller Arbeitslosen 50 Jahre oder älter. Bei 42,6% der KundInnen des AMS Waidhofen/Thaya standen gesundheitliche Probleme einer raschen Jobvermittlung im Wege.

Informationen-Foto: Edith Zach, Arbeitsmarktservice, Waidhofen/Thaya