Waidhofen: Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Zahl der vorgemerkten Personen um -21 (oder – 1,9 %) verringert. Ende Februar 2017 waren beim Arbeitsmarktservice Waidhofen/Thaya somit 1.089 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind um 79 Betroffene weniger als im Vormonat. In Niederösterreich ist die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen um + 2,1 % auf insgesamt 70.941 gestiegen.

„Die Arbeitslosigkeit im Bezirk ist gegenüber dem Vergleichszeitpunkt des Vorjahres sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern gesunken. 376 vorgemerkte Frauen bedeuten ein Minus von 8 (oder – 2,1 %), 713 Männer ein Minus von 13 (oder – 1,8 %). Die in diesem Indikator nicht enthaltene Zahl der Arbeitslosen in Schulungen des AMS ist im Vergleich zum Vorjahr um 55 (oder + 45,5 %) auf insgesamt 176 gestiegen.“, informiert die Geschäftsstellenleiterin des AMS Waidhofen/Thaya, Edith Zach.

Somit waren Ende Februar 2017 in Summe 1.265 Personen, davon 1.089 Arbeitslose und 176 Personen in Schulung beim AMS Waidhofen/Thaya vorgemerkt, was einer Steigerung um + 2,8 % gegenüber des Vorjahresstichtages entspricht.

Mit Ende Jänner waren 65 offene Stellen (davon 26 sofort verfügbar) beim AMS Waidhofen/Thaya gemeldet. Dies bedeutet ein Plus von 23 Jobvakanzen gegenüber dem Vorjahr.
Den 5 Lehrstellensuchenden stehen 82 offene Lehrstellen (alle nicht sofort verfügbar) zur Verfügung.

* Arbeitsmarkt ständig in Bewegung:
Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen läuft das AMS Waidhofen/Thaya als Vermittlungsdrehscheibe auf Hochtouren:

Im vergangenen Monat wurden im Bezirk Waidhofen/Thaya 176 Jobsuchende neu arbeitslos. In 296 Fällen wurde die Vormerkung wieder beendet. Davon konnten 142 Personen mit direkter oder indirekter Unterstützung des AMS wieder eine Beschäftigung aufnehmen, 87 sind in eine Schulung eingetreten und 67 sind aus anderen Gründen (Krankenstand, Meldeversäumnis, Studieneintritt, Auslandsaufenthalt etc.) aus dem Vormerkregister ausgeschieden.

82 freie Stellen und Lehrstellen wurden dem AMS im Februar 2017 neu gemeldet. 72 Stellen und Lehrstellen im Bezirk konnten mit einer passenden Arbeitskraft besetzt werden.

* Weltfrauentag 8. März:
Geschlechtsspezifische Unterschiede in Ausbildung, Beschäftigung, Entlohnung und Lebenseinkommen benachteiligen Frauen am Arbeitsmarkt. Die Gleichstellungsförderung hat deshalb im Arbeitsmarktservice einen hohen Stellenwert. „Für das AMS Waidhofen an der Thaya bedeutet das konkret, dass wir 56 % unseres Förderbudget für Aus- und Weiterbildung für Frauen reserviert haben“, so Geschäftsstellenleiterin Edith Zach. Ebenso wichtig wie finanzielle Mittel ist das gute Netzwerk für frauenspezifische Beratung und Beschäftigung.

Als Gender Mainstreaming-Beauftragter koordiniert Wolfgang Schwartz die Angebote des Frauenberufszentrums in der Frauenberatungsstelle. Ebenso gibt es Unterstützung für Wiedereinsteigerinnen nach der Babypause. Etwa durch spezielle Kursangebote oder eine Kinderbetreuungsbeihilfe. Das Frauenbeschäftigungsprojekt Modätex ermöglicht den Berufseinstieg nach längerer Berufsunterbrechung. Auch im Sozialökonomischen Betrieb EIBE sind Transitarbeitsplätze für Frauen reserviert. „Mit persönlicher Beratung, umfassender Information und vielseitigen Förderangeboten ist bei uns jeder Tag ein Frauentag“, sieht AMS-Chefin Zach den Internationalen Weltfrauentag am 8. März nicht als singuläres Ereignis.

* Einige Fakten/Zahlen aus dem Bezirk Waidhofen an der Thaya:
· Medianeinkommen: Männer 2.289,- Brutto (NÖ 2.372,-), Frauen 1.424,- (NÖ 1.581,-)
· Geringfügige Beschäftigung: 6,4% aller beschäftigten Männer, 13,1% aller Frauen
· Keinen Berufsabschluss: 33,9% aller arbeitslosen Männer, 43,7% aller Frauen

Informationen: Edith Zach
Arbeitsmarktservice
Waidhofen/Thaya