Waidhofen: Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Zahl der vorgemerkten Personen um – 27 (oder – 3,0 %) verringert. Ende März 2017 waren beim Arbeitsmarktservice Waidhofen/Thaya somit 880 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind um 209 Betroffene weniger als im Vormonat. In Niederösterreich ist die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen um – 1,8 % auf insgesamt 61.011 gesunken.

„Die Arbeitslosigkeit im Bezirk ist gegenüber dem Vergleichszeitpunkt des Vorjahres sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern zurückgegangen. 354 vorgemerkte Frauen bedeuten ein Minus von 7 (oder – 1,9 %), 526 Männer ein Minus von 20 (oder – 3,7 %). Die in diesem Indikator nicht enthaltene Zahl der Arbeitslosen in Schulungen des AMS ist im Vergleich zum Vorjahr um 51 (oder + 45,5 %) auf insgesamt 176 gestiegen.“, informiert die Geschäftsstellenleiterin des AMS Waidhofen/Thaya, Edith Zach.

Somit waren Ende März 2017 in Summe 1.043 Personen, davon 880 Arbeitslose und 163 Personen in Schulung beim AMS Waidhofen/Thaya vorgemerkt, was einer Steigerung um + 2,4 % gegenüber des Vorjahresstichtages entspricht.

Mit Ende März waren 130 offene Stellen (davon 26 sofort verfügbar) beim AMS Waidhofen/Thaya gemeldet. Dies bedeutet ein Plus von 35 Jobvakanzen gegenüber dem Vorjahr.

Den 10 Lehrstellensuchenden stehen 82 offene Lehrstellen (alle nicht sofort verfügbar) zur Verfügung.

Bei der Altersgruppe bis unter 25 Jahren ist mit einem Minus von 18,9 % gegenüber dem Vorjahresstichtag der stärkste Rückgang zu verzeichnen. Zu den Aktivposten der Bilanz zählt auch die Verflachung des Anstieges der Langzeitarbeitslosigkeit. Sorgen bereitet allerdings das hohe Niveau: Rund ein Drittel der arbeitslosen Personen ist länger als ein halbes Jahr beim AMS vorgemerkt. Im Vergleich zum März 2016 gibt es hier einen leichten Rückgang
(- 1,1 %). Bei rund 16 % der Vorgemerkten dauert es länger als ein Jahr bis zum nächsten Job. Gegenüber dem Vorjahr gibt es hier einen leichten Anstieg (+3 oder +2,1%).

Vom unverändert großen Verdrängungswettbewerb am Arbeitsmarkt ist vor allem die ältere Erwerbsgeneration betroffen. 337 Arbeitslose sind über 50 und haben es besonders schwer, eine neue Beschäftigung zu finden. „Unsere Vermittlungsaktivitäten fokussieren sich deshalb auf Langzeitarbeitslose und ältere Jobsuchende, wobei wir Unternehmen mit attraktiven Förderangeboten ins Boot holen“, informiert Zach.

* Jobchance 2017:
Jobchance 2017 setzt auf die bewährte Zusammenarbeit zwischen AMS und Land NÖ. Träger einer gemeinnützigen Arbeitskräfteüberlassung ist der Verein „Jugend&Arbeit“. Dieser Verein übernimmt gemeinsam mit dem AMS die Suche nach geeigneten Arbeitskräften und begründet Dienstverhältnisse mit Langzeitarbeitslosen, die Betrieben als „Leasingarbeitskräfte“ überlassen werden.

Unternehmen haben als Beschäftiger lediglich 40 Prozent der Lohnkosten zu tragen. Die Anmeldung zur Sozialversicherung, Lohnverrechnung inklusive etwaiger Gehaltsexekutionen und alle arbeitsrechtlichen Belange aus dem Dienstverhältnis werden dabei dem Betrieb abgenommen. Lediglich die monatliche Rechnung über den Lohnkostenanteil von 40 Prozent ist zu begleichen.

Dieses Förderungsmodell gibt es für Arbeitslose, die länger als ein Jahr beim AMS registriert sind. Bei über 50-Jährigen bereits nach einem halben Jahr AMS-Vormerkung. Die Beschäftigung von Männern wird für vier Monate subventioniert, bei Frauen beträgt die Dauer sechs Monate. Danach sollte die Übernahme in ein Dienstverhältnis erfolgen.

Informationen:
Edith Zach
Arbeitsmarktservice
Waidhofen/Thaya