Gastern: Bedienstete der Polizeiinspektion Dobersberg wurden am 8. Februar 2021, gegen 16.00 Uhr, über einen Brand in einem Einfamilienhaus im Gemeindegebiet von Gastern in Kenntnis gesetzt.

Eine 48-Jährige aus dem Bezirk Waidhofen an der Thaya dürfte sich mit ihrer 3-jährigen Enkelin und ihrem 6-jährigen Enkel im Dachgeschoß des Hauses aufgehalten haben. In einem unbeobachteten Moment soll der 6-Jährige mit einem Feuerzeug, welches er zuvor im Haus gefunden haben dürfte, hantiert haben, wobei ein Stofftier in Brand geraten sei.

In weiterer Folge hätte die 48-Jährige die Kinder aus dem Haus geschickt und versucht den Brand zu löschen, was ihr aber nicht gelang. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten gegen 17.00 Uhr „Brandaus“ geben. Die Frau wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in das Landesklinikum Waidhofen an der Thaya verbracht.

Am 9. Februar, gegen 01.15 Uhr, wurde ein Nachbar auf Brandgeruch aufmerksam und bemerkte, dass am Dachstuhl des selben Hauses erneut ein Brand ausgebrochen war. Er verständigte umgehend die Einsatzkräfte der Feuerwehr, welche erneut die Löscharbeiten aufnahmen. Bei dem Brand kam ein im Gebäude befindlicher Papagei ums Leben.

Am 10. Februar 2021 führten Bedienstete des Landeskriminalamtes Niederösterreich, Ermittlungsbereich Brand, im Beisein eines Sachkundigen des Bundeskriminalamtes die Brandursachenermittlung durch. Dabei stellte sich heraus, dass sich nach den Löscharbeiten in der Dämmung noch ein Glutnest entzündet haben dürfte, was in weiterer Folge zu dem zweiten Brand geführt haben soll.

LPD-NOE