Internationaler Automobilzulieferer setzt auf Standort mit Zukunft

Bezirk Waidhofen – Vitis/Karlstein: Wenn Pollmann als einer der größten Industriearbeitgeber im Norden Österreichs den nächsten Expansionsschritt setzt, werden in vielerlei Hinsicht neue Wege beschritten: Höchste Energieeffizienz, maximaler Automatisierungsgrad, sowie ein digitaler Zwilling für das neue Produktionswerk in Vitis, auf dem alle Anlagen und Prozesse visualisiert und vorab simuliert werden können. Das sind die Zutaten für weitere 60 neue Arbeitsplätze und eine Gesamtinvestition von 17 Mio. EUR mit denen das Unternehmen seine Zukunft gestaltet. In einem Punkt bleibt Pollmann aber sehr traditionell: beim Bekenntnis zum Standort im nördlichen Waldviertel und zu den Menschen dort.

Der Weltmarktführer bei Schiebedach-Kinematiken und elektromechanischen Türschlössern startet mit dem Bau eines neuen Produktionswerks in der Waldviertler Marktgemeinde Vitis. „Der international deutliche Wachstumskurs des Unternehmens findet natürlich auch in Österreich seinen Niederschlag. Hier kommen wir her, hier ist auch unsere Basis für die Zukunft“, meint Eigentümer Markus Pollmann anlässlich der Feierlichkeiten zum Spatenstich für das neue Werk und unterstreicht den Bezug zur Region. „Das Tolle am Waldviertel sind die Menschen hier. Loyale Mitarbeiter mit Top-Ausbildung und Hausverstand. So kann man Spitzenleistungen erbringen, wie sie Automotive-Kunden lieben.“ 2019 werden alleine für das Werk II in Vitis 60 neue Mitarbeiter gesucht.

Zukunft am Standort. Standort mit Zukunft.

Im 130sten Jahr des Bestehens setzt Pollmann einen nächsten, kräftigen Expansionsschritt und plant die zukünftige Produktivität vom Reißbrett weg auf die grüne Wiese. „Hier entsteht ein Werk, das technologisch gleich zwei Schritte in die Zukunft macht“ schwärmt Pollmann International Geschäftsführer Herbert Auer: “Mit Pollmann Austria 2.0 gehen wir schnurstracks in Richtung Industrie 4.0. Unser Anspruch ist das beste Setup am neuesten Stand der Technik und eine maximal effiziente innere Logistik. Das vollautomatisierte Hochregal wird als Rückgrat dieses Produktions-Standorts auch baulich klar zu erkennen sein.“

„Werk II wurde nötig, weil die Erweiterungs-Möglichkeiten am Stammhaus Karlstein ausgeschöpft sind. Und wir haben hier gleich vorgesorgt“, sagt Winfried Rossmann, Geschäftsführer von Pollmann Austria. „Wenn sich unsere Märkte weiterhin so gut entwickeln, können wir uns auf dem 65.000m2 großen Grundstück jederzeit modulartig erweitern, ohne unsere Produktivität auch nur einen Tag lang zu beeinträchtigen.“

Wirtschafts- und Technologielandesrätin Petra Bohuslav: „Die Firma Pollmann ist seit vielen Jahrzehnten ein wichtiger Impulsgeber im Waldviertel und bestätigt diese Rolle einmal mehr mit diesem engagierten Projekt. Hier zeigt sich welche Möglichkeiten sich durch den Einsatz modernster Technologie eröffnen. Ab sofort steht das gesamte niederösterreichische Digitalisierungs-Know-how im Rahmen des Projekts ‚Haus der Digitalisierung‘ allen heimischen Betrieben zur Verfügung. Das Ausbauprojekt in Vitis zeigt als Best-Practice, wie’s geht. Ich wünsche der Firma Pollmann für den Bau der neuen Produktionsstätte alles Gute und weiterhin viel Erfolg. Die Eigentümer-Familie zeigt einmal mehr Verantwortung gegenüber der Region und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.“

„Wenn wir bauen, dann gibt es dafür immer schon neue Kunden, eine neue Produktreihe, einen neuen Großauftrag“, beschreibt Markus Pollmann die solide Wachstumsstrategie des Unternehmens. Das gilt auch für Werk II. Schon vor Baubeginn ist mehr als die Hälfte der Kapazitäten mit Aufträgen zur Herstellung von Gehäusen und Deckel für Türschließsysteme für die Großkunden Magna, Kiekert und Brose verplant. Im Vollausbau wird Werk II sieben Tage die Woche im Dreischichtbetrieb laufen.

Mit den Erdarbeiten wird in den nächsten Wochen begonnen. Baufertigstellung ist im Frühjahr 2019. Dann können die Maschinen aufgebaut und der Testbetrieb gestartet werden. Die erste großvolumige Serienproduktion ist schon ab Sommer 2019 geplant. Die Bauprojektleitung liegt in den Händen von Pollmann bei Herrn Christian Zwettler. Mit Gebäudeplanung und Baumanagement wurde das Linzer Bauunternehmen Peneder Bau-Elemente GmbH beauftragt.

Das Headquarters wird auch weiterhin das Zentrum für die technologischen Entwicklungen sein. Die Produktion in Karlstein wird sich zukünftig auf kleineren Bauteile fokussieren, während Vitis auf die Herstellung von größeren Baugruppen ausgerichtet sein wird.

Bildtext: Spatenstich für das neue Pollmann Werk in Vitis mit LR Dr.in Petra Bohuslav, KommR Dr. Christian Moser von Wirtschaftskammer NÖ, Bürgermeisterin von Vitis Anette Töpfl, DI Dietmar Eder von Peneder, sowie Markus und Robert Pollmann, DI (FH) Herbert Auer, Mag. Christian Schreiberhuber, DI Winfried Rossmann, Manfred Jäger und Christopher Brinnich.

Pollmann International

Pollmann ist ein weltweit an vier Standorten agierendes Familienunternehmen im Automotive-Segment mit 130 Jahren Erfahrung. Der Spezialist für die Produktion von hochkomplexen mechatronischen Baugruppen in hoher Stückzahl ist von der Entwicklung über Prototypen, Werkzeugbau oder Automatisierungsanlagen bis zur Serienreife rund um den Globus für seine Kunden wertvoll. Mit dem Anspruch „Prozessinnovation und Bauteilpräzision“ kann Pollmann seine Kunden an den Automotive-Hotspots in Europa, Amerika und Asien betreuen und das eigene Entwicklungs- bzw. Produktions-Know-how flexibel ins Spiel bringen. Pollmann International beschäftigt heute mehr als 1.700 Mitarbeiter und erzielte 2017 einen Umsatz von mehr als 170 Mio. Euro.

Informationen-Fotos: Anita Stocklasser, Management Assistant, POLLMANN International GmbH

Raabser Str. 1, A-3822 Karlstein, +43 (0) 2844 223-1080, www.pollmann.at