Zwettl: Im Bezirk Zwettl ist die Arbeitslosigkeit im Jänner gegenüber Dezember um weitere 282 Personen von 1.771 auf insgesamt 2.053 Arbeitslose, davon 527 Frauen und 1.526 Männer, angestiegen. Das sind insgesamt um 48 (oder plus 2,4%) Betroffene mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.

„Wegen der frostigen Temperaturen verzögert sich bei manchen Saisonarbeitslosen die bereits für Jänner geplante Wiedereinstellung. Rund 1.260 unserer Kundinnen und Kunden verfügen über eine Einstell-zusage, die je nach Witterung und Auftragslage in einigen Wochen eingelöst wird“, berichtet Zwettls AMS-Leiter Kurt Steinbauer. Zusätzlich nutzen 207 SchulungsteilnehmerInnen (davon 117 Frauen und 90 Männer) – sie werden statistisch nicht als arbeitslos gezählt – diverse Qualifizierungsangebote des AMS, um mit neuem Wissen ihre Jobchancen zu verbessern.

Im Jänner sind beim AMS Zwettl in Summe 695 Personen in die Arbeitslosigkeit zugegangen und bei 441 Kundinnen und Kunden wurde die Vormerkung wiederum beendet. Davon konnten 229 Personen eine Beschäftigung aufnehmen, 70 sind in eine Schulung eingetreten und 142 Personen sind aus sonstigen Gründen (z.B. Krankheit, Meldeversäumnis, Wochenhilfe, Auslandsaufenthalt etc.) aus dem Vormerkregister ausgeschieden.

* AMS-Schwerpunkte: Dauerarbeitslosigkeit verhindern, Arbeitsmarktintegration forcieren und Kontaktpflege mit Unternehmen:

Die dauerhafte Ausgrenzung aus dem Arbeitsmarkt zu verhindern bleibt weiterhin eine zentrale, strategische Zielsetzung des AMS. Mit der Beschäftigungsinitiative 2017 setzt das AMS daher auf die Förderung von Arbeitsplätzen für über 50-Jährige, die bereits mehr als ein halbes Jahr auf Jobsuche sind, für Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen, aber auch für Wiedereinsteigerinnen nach der Babypause und für Langzeitbeschäftigungslose. „Um ´Dauerarbeitslosigkeit´ zu vermeiden, bieten wir Unternehmen, aber auch Gemeinden, gemeinnützigen Einrichtungen Beschäftigungsanreize in Form einer Lohnkostensubvention oder einer kostengünstigen Arbeitskräfteüberlassung. Dazu werden wir auch wieder aktiv auf Unternehmen und Gemeinden zugehen und die Zusammenarbeit intensiv pflegen“, erklärt Steinbauer.

* Aufstieg III: Neues Angebot für Jobsuchende mit gesundheitlichen Einschränkungen:

Mittlerweile erschweren bei fast jedem/jeder vierten Jobsuchende/n gesundheitliche Probleme den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt. Problematisch ist die Situation vor allem für ungelernte oder „nur“ angelernte ArbeitnehmerInnen, die keinen Berufs- oder Tätigkeitsschutz haben. Aus diesem Grund haben sie trotz eingeschränkter Arbeitsfähigkeit keinen Anspruch auf berufliche Rehabilitation. Um für diese Zielgruppe die Chance, einen Job zu finden, zu vergrößern, hat das AMS NÖ ein eigenes Programm entwickelt – Aufstieg III. Aufstieg III startet im Jahr 2017 und beinhaltet eine arbeitsmedizinische bzw. -psychologische Abklärung bei einer externen Einrichtung. Daran anschließend werden Kompetenzen und Fähigkeiten der TeilnehmerInnen geprüft. Wenn Aus- und Weiterbildung möglich sind, wird ein individueller Schulungsplan erarbeitet. Im Falle eine Qualifizierung steht den TeilnehmerInnen an Aufstieg III das gesamte Kurs- und Schulungsspektrum zur Verfügung. In NÖ sollen heuer 500 Personen an diesem Programm teilnehmen.

* Asylberechtigte: Deutschkurse und besondere Angebote in Kooperation mit dem Land NÖ:

Der erste Schritt in Richtung Arbeitsmarkt ist der Spracherwerb. Das AMS NÖ hält für 2017 rund 4.400 Deutschkursplätze mit unterschiedlichen Niveaus bereit. In Kooperation mit dem Land NÖ werden ab April für anerkannte Konventionsflüchtlinge, subsidiär Schutzberechtigte sowie Jobsuchende mit Migrationshintergrund und ohne Pflichtschulabschluss „Basiskurse“ angeboten.

Ziel dieser Kurse ist, den Spracherwerb zu forcieren und zu vertiefen, Kompetenzen abzuklären, soziale und interkulturelle Werte zu trainieren und so den Einstieg ins Berufsleben oder in weiterführende Schulun