Zwettl: Im hochklassigen ersten Spiel des Abends standen sich der ehemalige slowenische Meister Calcit Kamnik und der vierfache MEVZA-Sieger HAOK Mladost Zagreb gegenüber.

Kamnik fand schneller in die Partie und ging rasch mit 6 Punkten in Führung, welche sie zwischenzeitlich sogar auf 8 Punkte ausbauten.

Erst durch das zweite Ass en suite durch Bojan Ducic zum 9:14 fand der kroatische Meister in das Match, doch durch herausragende Feldverteidigung und druckvolles Angriffsspiel sicherte sich Calcit Kamnik den ersten Satz mit 25:21.
Zagreb antwortete im zweiten Satz mit einer gewaltigen Blockleistung und lag rasch mit 4 Punkten in Führung, welche sie konstant weiter ausbauten. Die Aufholjagd von Kamnik kam zu spät und so sicherte sich Zagreb den zweiten Satz mit 25:21.

Auch zu Beginn des dritten Satzes zeigte sich ein ähnliches Bild. Mehrmals endeten die slowenischen Angriffe im mächtigen Block. Kamnik fand kein probates Mittel gegen die groß aufspielenden Kroaten. Zagreb dominierte nach Belieben und gewann den Satz klar mit 25:19
Solides Sideout auf beiden Seiten des Netzes zeigte sich über weite Strecken des vierten Satzes. Kein Team konnte sich absetzen. Milosz Hebda brachte Kamnik mit einem big point zum 18:16 erstmals in Führung. Doch Zagreb blieb dran und das Finale entwickelte sich zu einem Krimi mit Überlänge. Erst wehrte Zagrab erfolgreich 6 Satzbälle ab, ehe sie sich durch zwei Blockpunkte mit 30:28 durchsetzten.

„Im Endeffekt machte das Zusammenspiel von Block und Feldverteidigung den feinen Unterschied zugunsten von Zagreb“, sagt der Diagonalangreifer der Slowenen Guilherme Pereira im Anschluss an die Partie.

Der Trainer des kroatischen Serienmeisters Radovon Malevic betonte, dass es immer eine außerordentliche Freude ist, in dieser großartigen Halle im Waldviertel zu spielen.
Sein slowenisches Trainerpendant Marko Brumen zeigt sich als Gentlemen und meint, dass nach dem fulminanten Start seinem Team im Finale des vierten Satzes das nötige Quäntchen Glück gefehlt hat und wünscht Mladost Zagreb viel Glück im Finale.
Ähnlich sieht es auch der kroatische Mittelblocker Stefan Kovacevic, welcher das Spiel auf beiden Seiten als hochklassig empfand.
Auch der Sportdirektor Darko Antunovic von Madlost Zagreb war mit der Leistung seiner Mannschaft sehr zufrieden, verwies aber gleichzeitig auf die Favoritenrolle von ACH Volley Ljubljana.

HAOK Mladost Zagreb : Calcit Volley Kamnik 3 : 1 (21:25, 25:21, 25:19, 30:28)

Interviews:
Radovan Malevic:
„We started bad, didn´t have good concentration. After the first half set, we started to play. At the end we were on a good level, but still not our best. Tomorrow will be a very interesting match for us. We can play free and we will see how this will end. We will for sure even play better tomorrow. It is always nice to play at this hall.

Kovaceciv:
„We played well. I want to congratulate our team and i wish us good luck for the final. We will see, what will happen. Our reception in the last set was very good. The game was good on both sides and we are looking forward for tomorrow.

Marko Brumen:
„We started well, controlled the first set. In the second set the serve made the difference. Through some substitutions we came back into the game. On the end we were not lucky. Congratulations to Mladost Zagreb to go tot he finals.

Guilherme Brumen:
„Congratulations to Mladost Zagreb. They played better as a team. The connection between Block and Defense was the small difference. I don´t see a favorite for the upcoming semifinal, as URW always plays well at home.“

Sportdirektor Darko Antunovic:
Nach dem ersten Satz spielten wir gut, speziell, da ein Hauptangreifer seit einer Woche verletzt ist. Morgen wird ACH Volley Ljubljana Favorit sein, doch wir haben immer ein gutes Spiel gegen ACH geliefert, das letzte Match in Zagreb knapp mit 2:3 verloren. Sie sind nicht gekommen, um zu spielen, doch um zu gewinnen. Wenn URW ins Finale kommt, ist das eine sehr große Überraschung. ACH rechnet mit der Goldmedaille.

Informationen-Fotos: Union Volleyball Raiffeisen Waldviertel, i. A. Ulrike Filler, Silvia Atteneder, Ganser 128, A-3925 Arbesbach, Tel/Fax: 02813/7295, http://www.volleyball-waldviertel.at