Waldhausen: Am 17. November 2017 wird in Waldhausen unter diesem Motto mit fachkundigen Referenten diskutiert. Der Wald ist in unseren Gebieten stark vom Klimawandel betroffen. Laut Waldbauexperten wird es in Zukunft kaum Fichtenbestände unter 800m geben, Skeptiker gehen sogar von 1.000m aus.

Diese Entwicklungen wurden heuer besonders deutlich. Durch die Trockenheit im Frühling, die Verlängerung der Vegetationsperiode und die verminderten Niederschläge im Sommer (bis zu 1/3 weniger) hat der Borkenkäfer massive Schäden verursacht.

Wie wird sich das Klima in den nächsten 50 Jahren entwickeln? Mit welchen Baumarten sollen die Bestände daher jetzt aufgeforstet werden? Welche Maßnahmen sind im Bereich des Wildmanagements nötig um eine erfolgreiche Naturverjüngung zu erzielen? Welche finanziellen Unterstützungen für Waldbesitzer gibt es?

Antworten auf diese Fragen werden am 17. November ab 14:00 Uhr mit Praktikern (Forstfacharbeitern) und Experten diskutiert (Anmeldung erforderlich: office@waldviertler-kernland.at).

Um 19:30 Uhr findet in der Mehrzweckhalle Waldhausen ein Informationsabend für alle Waldbesitzer und Interessierte statt. Dabei wird der Klimawandelexperte Gerald Steindlegger über die weiteren Auswirkungen des Klimawandels auf die Waldviertler Wälder berichten.

Danach wird Waldbauexperte Werner Ruhm vom Bundesforschungszentrum für Waldbau über waldbauliche Möglichkeiten für einen Klima-fitten Wald referieren. Über Jungwaldpflege und die Vermeidung von Wildverbiss wird Wildökologe Martin Forstner nützliche Tipps und praktische Lösungsvorschläge geben.

Zum Abschluss werden von Lukas Baumgartner (Abteilung Forstwirtschaft Land NÖ) noch Fördermöglichkeiten aufgezeigt. Die Vergabe der Zdimal-Preise für außerordentliche Leistungen in der forstlichen Aus- und Weiterbildung bildet den Abschluss des Abends.

Organisiert wird die Veranstaltung vom Verein zur Förderung des Waldes im Rahmen der Klimaanpassungsmodellregion (KLAR!) des Waldviertler Kernlands.

Informationen:
Karlheinz Piringer