Zwettl: Nachdem das Waldviertel 2016 zum ersten Mal die magische Grenze von 1,2 Millionen Nächtigungen überschritten hat, ist für 2017 der nächste Rekord fixiert: Ein Plus von mehr als 2 Prozent bedeutet wiederum eine neue Höchstmarke! Einer der Motoren für den Zuwachs: die Niederösterreichische Landesausstellung 2017 rund um Schloss Pöggstall.

Die Schau „Alles was Recht ist“ hat im Südlichen Waldviertel erfreuliche Spuren hinterlassen: Exakt 228.501 Besucherinnen und Besucher lockte die Ausstellung zwischen April und November 2017 an. Was bleibt sind nicht nur überaus positive Erinnerungen, wie Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav betont, sondern auch ein optimistischer Blick nach vorne: „Mit den Investitionen rund um die Landesschau auf Schloss Pöggstall wurden die Weichen auch für die Zukunft gestellt. Es ist ein erfreulicher Aufschwung in der Region erkennbar.“

* Höhenflug geht weiter:
Die Landesausstellung und die damit verbundenen Impulse für die Region Südliches Waldviertel haben 2017 einen beträchtlichen Anteil daran, dass der touristische Höhenflug im gesamten Waldviertel ungebrochen ist. Denn nach dem Rekordjahr 2016 hat das Waldviertel bei der aktuellen Tourismusstatistik weiter zugelegt. Mit 1.257.806 Nächtigungen wurde das Vorjahresergebnis um 25.723 Übernachtungen übertroffen – das ist ein Plus von 2,1%! Auch die Zahl der Ankünfte ist 2017 gestiegen: 352.751 Ankünfte bedeuten absolut gesehen ein Plus von 13.898, daher ein Zuwachs von 4,1%. Von den fünf Waldviertler Tourismusverbänden konnten vier zum Teil deutlich zulegen: Die Region Waldviertel Mitte etwa freut sich über ein Plus von 5,5% bei den Nächtigungen und 11,2% bei den Ankünften.

* Ganzjahresdestination Waldviertel:
Dass immer mehr Menschen das Waldviertel erleben und genießen wollen, beruht laut Mag. (FH) Andreas Schwarzinger, Geschäftsführer von Waldviertel Tourismus, vor allem auf zwei Faktoren: „Zum einen ist die Natur für immer mehr Urlauber eines der wichtigsten Reisemotive geworden – und das Waldviertel erfüllt diese Sehnsüchte der Menschen nach ganz besonderen Naturerlebnissen, nach Ruhe, wunderbaren Rückzugsorten und Erholung perfekt. Zum anderen sind die positiven Zahlen natürlich auch Ergebnis der intensiven Arbeit für die Region.

“ Die Bemühungen, das Waldviertel als Ganzjahresdestination zu positionieren und die Zwischen- und Nebensaisonen zu stärken, trage Früchte, so Tourismus-Chef Schwarzinger. Im Vorjahr wurden dafür unter anderem die Initiative „Handwerk & Manufaktur“ durch neue Angebote erweitert, die „Thayarunde“ für Radfahrer offiziell eröffnet und die Kulinarik-Initiative „Waldviertel – ganz mein Geschmack!“ durch weitere Partnerbetriebe verstärkt. Seit langem wird auch die Wintersaison im Waldviertel forciert. Mit der „Winter.Auszeit im Waldviertel“ hält man spezielle Angebote für Hobby-Handwerker, Langschläfer, Häferlgucker und Langläufer bereit. Angebote, die bei den Gästen offenbar gut ankommen, wie die aktuelle Statistik untermauert: 3,7% Plus bei den Nächtigungen im Winterhalbjahr (November bis April).

Die größten Zuwächse im Jahr 2017 kommen aus den Bereichen gewerbliche Beherbergungsbetriebe, Privatzimmer, Jugendherbergen, Campingplätze, sowie aus dem Kur- und Erholungsbereich. Hier macht sich besonders die konstante und qualitativ hochwertige Weiterentwicklung der Gesundheitsbetriebe als tragende Säule des Waldviertler Tourismus bemerkbar.

Der Großteil der Waldviertel-Urlauber kommt übrigens aus Österreich. Für die größten Zuwächse sorgten 2017 die Gäste aus Kärnten, der Steiermark und Salzburg. Und auch die immer größere Zahl an Gästen aus Deutschland schlägt sich in der Tourismusstatistik 2017 nieder.